Marburg zeigt "Wohnen im Wandel" – Ausstellung über Lebensphasen und Wohnlösungen
Brunhilde JesselMarburg zeigt "Wohnen im Wandel" – Ausstellung über Lebensphasen und Wohnlösungen
"Wohnen im Wandel" – Neue Ausstellung im Marburger Rathaus
Am 30. März eröffnet im Marburger Rathaus die Ausstellung "Wohnen im Wandel", die bis zum 10. April zu sehen sein wird. Die Schau beleuchtet die Herausforderungen des Wohnens in verschiedenen Lebensphasen – von den ersten Schritten in die Selbstständigkeit bis hin zum Ruhestand. Veranstalter sind die Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) und das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu). Der Eintritt ist während der regulären Öffnungszeiten des Rathauses frei.
Die Ausstellung wird am 30. März um 16:00 Uhr mit einer feierlichen Eröffnung starteten. Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies hält eine Ansprache, gefolgt von einem Hauptvortrag von Prof. Dr. Björn Egner und einer Einführung durch Dr. Vinzenz Huzel. Interessierte müssen sich vorab über die Website der FES anmelden.
Die Schau nähert sich dem Thema Wohnen über persönliche Schicksale und politische Perspektiven. Im Mittelpunkt stehen die Aufgaben von Politik und Kommunalverwaltungen, passende Wohnlösungen für unterschiedliche Lebenssituationen zu schaffen. Die Bandbreite reicht von Erstmietern bis zur Wohnversorgung im Alter, mit besonderem Fokus auf soziale Vernetzung und altersgerechtes Wohnen.
Während der Ausstellung finden zwei Fachvorträge statt: Am 7. April um 16:00 Uhr diskutieren Petra Engel und Rose Michelsen unter dem Titel "Wohnen in der zweiten Lebenshälfte" Modelle für ältere Menschen. Zwei Tage später, am 9. April, veranstaltet das Stadtplanungsamt Marburg den Vortrag "Marburg schafft Wohnraum für vielfältige Bedarfe" und präsentiert kommunale Ansätze zur Bewältigung demografischer Herausforderungen.
Die FES und das Difu haben bereits in mehreren deutschen Großstädten zu Wohnfragen geforscht. Dazu zählen die Berliner Studien "Wohnen in der Stadt" (2020–2023), Hamburger Berichte zur Wohnkostenentwicklung (2021), Münchner Stadtforen (2022) sowie Leipziger partizipative Ausstellungen (2019–2024). Ziel dieser Initiativen ist es, durch politische Empfehlungen bezahlbaren Wohnraum, nachhaltige Stadtentwicklung und soziale Gerechtigkeit zu fördern.
Die Ausstellung ist von Montag bis Freitag geöffnet, an Wochenenden und Feiertagen bleibt sie geschlossen. Besucherinnen und Besucher können sich mit unterschiedlichen Perspektiven auseinandersetzen – vom Auszug aus dem Elternhaus bis zur Wohnsituation im Alter. Die Veranstaltung knüpft an laufende Forschungsarbeiten von FES und Difu an, um den wandelnden Wohnbedarf in Deutschland zu thematisieren.






