14 January 2026, 19:19

Lufthansa will Terminal 2 in Frankfurt gemeinsam mit Fraport steuern

Ein Lufthansa Airbus A320-200 steht auf dem Frankfurter Flughafen geparkt, mit Fahrzeugen und Wagen auf der Straße davor, einem Gebäude, Laternenmasten und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Lufthansa will Terminal 2 in Frankfurt gemeinsam mit Fraport steuern

Lufthansa drängt auf Joint Venture für Terminal 2 am Frankfurter Flughafen

Die Lufthansa setzt sich für ein gemeinsames Unternehmen zur Verwaltung von Terminal 2 am Frankfurter Flughafen ein. Die Airline hat vorgeschlagen, sich mit Fraport, dem Betreiber des Flughafens, zusammenzuschließen – ähnlich wie in ihrer bestehenden Partnerschaft am Münchner Flughafen. Diese Zusammenarbeit könnte die Art und Weise, wie das Terminal in den kommenden Jahren betrieben wird, grundlegend verändern.

Der Plan wurde von Lufthansa offiziell dem Aufsichtsrat von Fraport vorgelegt. Dem Konzept zufolge würden beide Unternehmen ein gemeinsames Betriebsunternehmen für Terminal 2 gründen. Dies würde ihr Verhältnis von Konkurrenz zu Kooperation wandeln und es der Lufthansa ermöglichen, an den Flughafeneinnahmen aus Einzelhandel und Gastronomie beteiligt zu werden.

Die beiden deutschen Drehkreuze der Lufthansa, Frankfurt und München, verfügen derzeit bis 2030 über ausreichende Kapazitäten. Danach wird es jedoch enger. Die Airline hat über 200 neue Flugzeuge bestellt, und ihre Langstreckenflotte soll bis 2030 um etwa 20 Prozent wachsen. Mehr Maschinen erfordern mehr Gates und Terminalfläche.

Auch Fraport hat eigene Pläne für Terminal 2: Sobald Terminal 3 eröffnet wird, soll das bestehende Terminal 2 für umfassende Sanierungsarbeiten geschlossen werden. Lufthansa und ihre Partnerairlines könnten dann in das neue Terminal verlegt werden. Ein Joint Venture würde der Airline mehr Einfluss darauf geben, wie ihre Abläufe während und nach diesen Umstellungen gestaltet werden.

Darüber hinaus konzentriert sich Lufthansa auf Langstreckenflüge, um die Profitabilität zu steigern. Das Ziel ist eine operative Marge von 8 bis 10 Prozent. Eine stärkere Präsenz in Frankfurt, einem der verkehrsreichsten Flughäfen Europas, würde diese Strategie unterstützen, indem bessere Passagiereinrichtungen und reibungslosere Anschlüsse gesichert werden.

Sollte das Joint Venture genehmigt werden, wäre dies ein bedeutender Wandel in der Verwaltung von Terminal 2. Lufthansa würde direkten Anteil an den Flughafenbetrieben erhalten, während Fraport von den Investitionen und der Expertise der Airline profitieren könnte. Das Ergebnis hängt von weiteren Verhandlungen zwischen den beiden Unternehmen und den notwendigen behördlichen Genehmigungen ab.