Kanzlei Voigt setzt auf KI-Musik und Badehosen für Verkehrsrecht-Aufklärung
Klaas LübsKanzlei Voigt setzt auf KI-Musik und Badehosen für Verkehrsrecht-Aufklärung
Eine deutsche Kanzlei geht ungewöhnliche Wege, um über Rechte von Unfallbeteiligten in Schuldfällen aufzuklären. Die Kanzlei Voigt hat die Kampagne "Voigt regelt" gestartet – eine Mischung aus Rechtsberatung, KI-generierter Musik und skurrilen Merchandise-Artikeln. Im Fokus stehen Fuhrparkverantwortliche und Unfallopfer, die oft nur wenig Kenntnis im Verkehrsrecht haben.
Kernstück der Aktion ist ein Song der fiktiven Band "Die Regler", die eigens für das Projekt erfunden wurde. Dazu gibt es ein Musikvideo, das vollständig mit Künstlicher Intelligenz erstellt wurde. Mit dieser kreativen Strategie will die Kanzlei zeigen, dass die juristische Branche sowohl seriös als auch unterhaltsam sein kann – ein Bruch mit herkömmlichen Kommunikationsmethoden.
Die Erlöse aus dem Verkauf der Kampagnen-Artikel, darunter etwa "Bremsspuren-Badehosen", kommen der ETL Stiftung Kinderträume zugute. Henning Hamann, geschäftsführender Partner bei Voigt, erklärt, dass die Kanzlei auf die Bedeutung anwaltlicher Vertretung in Schuldfällen aufmerksam machen wolle. Studien zufolge erhalten nicht vertretene Unfallopfer von gegnerischen Versicherungen 15 bis 20 Prozent weniger Entschädigung.
Besonders relevant ist die Botschaft für Fuhrparkmanager, die zwar Unfallschäden von Firmenfahrzeugen abwickeln, oft aber über kein spezialisiertes Verkehrsrechtwissen verfügen. Mit Standorten in 28 deutschen Städten möchte Voigt diese Lücke schließen und Fachberatung anbieten.
Gleichzeitig hat der Einsatz von KI-generierter Musik eine branchenweite Debatte ausgelöst. Ungeklärt bleibt, wie solche Technologien echte Künstler beeinflussen und wie Tantiemen verteilt werden.
Die "Voigt regelt"-Kampagne verbindet Rechtsaufklärung mit Unterhaltung, um ein breiteres Publikum zu erreichen. Durch KI und kreative Markenführung soll Verkehrsrecht zugänglicher werden. Gleichzeitig unterstützt die Aktion einen guten Zweck und thematisiert ein häufiges Problem bei Entschädigungsansprüchen nach Unfällen.






