Streit um den Schutz des Grundwassers: K+S einigt sich mit BUND - K+S und BUND einigen sich im Streit um Abraumhalde in Osthessen
K+S und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) einigen sich im Streit um die Erweiterung einer Abraumhalde in Osthessen
Die K+S Gruppe und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) haben einen langwierigen Konflikt über die Erweiterung einer Abraumhalde in Osthessen beigelegt. Die Einigung beendet ein Rechtsverfahren, das die Kaliproduktion am Standort gefährdet hatte. Nach monatelangen Auseinandersetzungen über Umweltbedenken fanden beide Seiten schließlich zu einer Lösung.
Ausgelöst wurde der Streit, als der BUND einen Eilantrag gegen die behördliche Genehmigung für die Haldenvergrößerung einreichte. Die Umweltschützer warnten, dass ohne ausreichende Abdichtung bis zu eine Million Kubikmeter salzhaltiges Abwasser ins Grundwasser sickern könnten. K+S entgegnete, dass bestehende Maßnahmen wie Untergrundabdichtungen und Tiefendrainagen die Umweltgefahren bereits deutlich verringerten.
Der BUND hatte strengere Schutzvorkehrungen gefordert, darunter die Nachrüstung älterer Halden, um die Versalzung der Werra zu begrenzen. K+S kritisierte die wiederholten Klagen als planungsunsicher und gefährdend für die Produktion. Schließlich willigte das Unternehmen ein, die Abraumhalde in Hattorf – insbesondere in der dritten Ausbauphase – abzudichten. Laut Vergleich wird K+S in neu erschlossenen Bereichen der Halde eine Sperrschicht einbauen. Im Gegenzug zog der BUND seinen Eilantrag zurück. Die Vereinbarung sichert die Planungsstabilität für den Kalibergbau in der Region. Ohne diese Lösung hätte der Standort mit Produktionsstillständen rechnen müssen. Der Kompromiss ermöglicht nun die Fortführung der Arbeiten bei gleichzeitiger Stärkung des Umweltschutzes.
Die Einigung räumt rechtliche Hürden für K+S aus dem Weg und führt gleichzeitig strengere Kontrollen bei der Versickerung von Abwässern ein. Die Kaliproduktion in Osthessen kann damit unter klareren regulatorischen Bedingungen fortgesetzt werden. Zudem schafft der Vergleich einen Rahmen für das künftige Abfallmanagement am Standort.