07 February 2026, 18:58

Hessens verfassungswidriges Besoldungssystem: Beamte fordern rasche Reformen und Entschädigungen

Ein Plakat für die deutsche Revolution von 1910, das eine Gruppe von Menschen und eine Krone zeigt, mit Text, der Informationen über das Ereignis enthält.

Hessens verfassungswidriges Besoldungssystem: Beamte fordern rasche Reformen und Entschädigungen

Hessenschau: Hessens Besoldungssystem für Beamte für verfassungswidrig erklärt

Das Bundesverfassungsgericht hat das Besoldungssystem für Beamte in Hessen für verfassungswidrig erklärt. Die Landesregierung wusste bereits seit einiger Zeit von dem Verstoß, hat das Problem jedoch bis heute nicht umfassend behoben. Nun fordern Polizeigewerkschaften umgehende Änderungen und Entschädigungen für die Betroffenen.

Das Problem wurde erstmals nach einem Gerichtsurteil bekannt, das feststellte, dass die hessische Besoldungsstruktur für Beamte verfassungsrechtlichen Anforderungen nicht genügt. Das Bundesverfassungsgericht hatte die Bundesregierung verpflichtet, die Mindestgehälter im öffentlichen Dienst auf mindestens 80 Prozent des durchschnittlichen Verdienstes in der Privatwirtschaft anzuheben.

Alexander Glunz, Landesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (DPolG) Hessen, kritisiert seit Langem die Untätigkeit der Regierung. Die Gewerkschaft fordert die vollständige Einhaltung der Verfassung, angemessene Entschädigungen für betroffene Beamte sowie Garantien, um ähnliche Probleme in Zukunft zu vermeiden.

Als Reaktion darauf hat Hessens Innenminister, Prof. Dr. Roman Poseck, zugesagt, das verfassungswidrige Besoldungssystem zu korrigieren. Einen Zeitplan für die Umsetzung gab er jedoch nicht bekannt.

Die Landesregierung steht nun vor der Aufgabe, die Gehälter an die rechtlichen Vorgaben anzupassen. Betroffene Beamte, darunter auch Polizisten, warten auf Entschädigungen und die Zusicherung, dass künftige Bezüge verfassungskonform sein werden. Das weitere Vorgehen wird zeigen, ob zusätzliche rechtliche Schritte notwendig werden.