Hessens Gesundheitsministerin warnt vor unsicherer Krankenhausreform der Bundesregierung
Carina KrauseHessens Gesundheitsministerin warnt vor unsicherer Krankenhausreform der Bundesregierung
Die Bundesregierung treibt ihren Gesetzentwurf für die bundesweite Krankenhausreform voran. Dazu hat die hessische Gesundheitsministerin Diana Stolz Bedenken gegen die geplanten Änderungen geäußert. Ihrer Ansicht nach bieten die aktuellen Anpassungen nicht die notwendige Planungssicherheit und rechtliche Klarheit für eine erfolgreiche Umsetzung.
Stolz kündigte an, dass das hessische Gesundheitsministerium den Entwurf eingehend prüfen werde. Sie kritisierte die knappen Fristen für Ausnahmen und warnte, dass dadurch echte Planungssicherheit untergraben werden könnte. Der Gesetzentwurf befindet sich derzeit in der Kabinettsabstimmung.
Die Ministerin betonte, wie wichtig eine hochwertige und flächendeckende Gesundheitsversorgung in ganz Hessen sei. Zudem forderte sie mehr Flexibilität für die Bundesländer, um regionale Herausforderungen – insbesondere in ländlichen Gebieten – besser bewältigen zu können. Stolz machte deutlich, dass Krankenhäuser nicht zum "Versuchsfeld" der Reform werden dürften.
Laut Stolz erfüllen die vorgeschlagenen Änderungen derzeit nicht die erforderlichen Standards. Sie besteht darauf, dass mehr Spielraum notwendig sei, um Störungen in der Gesundheitsversorgung zu vermeiden.
Die hessische Landesregierung wird den Gesetzentwurf weiterhin detailliert analysieren. Stolz' Kritik unterstreicht die Notwendigkeit klarerer Regelungen und regionaler Anpassungsmöglichkeiten. Die endgültige Entscheidung über die Reform hängt von weiteren Verhandlungen und Überarbeitungen ab.