Hessens Gastronomie setzt auf vegane Gerichte und alkoholfreien Wein als neue Trends
Brunhilde Jessel"Dry January" und "Veganuary" - Was es für die Gastronomie bedeutet - Hessens Gastronomie setzt auf vegane Gerichte und alkoholfreien Wein als neue Trends
Hessens Gastronomie passt sich veränderten Konsumgewohnheiten an
Immer mehr Restaurants im Land bieten vegane Gerichte und alkoholfreien Wein als Begleitgetränke an – die Nachfrage steigt. Gesundheitskampagnen wie Veganuary und Dry January treiben den Wandel voran, da viele Einwohnerinnen und Einwohner ihren Fleischkonsum reduzieren und auf Alkohol verzichten.
Hintergrund ist auch, dass in Hessen weniger Menschen wegen alkoholverbundener Probleme in Behandlung müssen. 2023 benötigten nur noch 10,6 von 1.000 Einwohnerinnen und Einwohnern eine solche medizinische Versorgung – ein Wert unter dem Bundesdurchschnitt. Gleichzeitig zeigt ein Bundesbericht für 2025, dass nur noch 24 Prozent der Deutschen täglich Fleisch essen.
Von der Sterneküche bis zur Kneipe um die Ecke: Gastronomiebetriebe in ganz Hessen erweitern ihr veganes Angebot und setzen auf alkoholfreien Wein als Getränkebegleitung. Auch Winzer und Getränkehersteller bringen zunehmend alkoholfreie Alternativen auf den Markt. Gisbert Kern, Geschäftsführer des Dehoga Hessen, sieht in diesen Entwicklungen eine Chance für die Branche.
Kern rät Gastronomen, ihre kulinarische Identität zu bewahren und gleichzeitig auf Ernährungstrends einzugehen. Krankenkassen wie die Barmer werben für alkoholfreie Phasen und stärken damit den Trend, die traditionelle Fastenzeit zugunsten eines bewussten Verzichts im Januar zu verschieben.
Die Veränderungen spiegeln einen größeren Lebensstilwandel in Hessen wider. Immer mehr Menschen ernähren sich pflanzenbasiert und reduzieren ihren Alkoholkonsum – die Gastronomie reagiert darauf. Mit der wachsenden Nachfrage nach flexiblen Speiseangeboten wird sich der Trend voraussichtlich weiter verstärken.