Hessen verschärft Abschiebungen – freiwillige Ausreisen steigen um 121 Prozent

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Ein Plakat mit einer Karte von Syrien, auf der die Anzahl der Menschen, die vor innerer Gewalt fliehen, hervorgehoben ist, begleitet von Text und Graphiken, die weitere Informationen zur Situation liefern.Admin User

Hessen verschärft Abschiebungen – freiwillige Ausreisen steigen um 121 Prozent

Hessen hat in den letzten Jahren Abschiebungen und freiwillige Ausreisen deutlich erhöht. Die Maßnahmen des Bundeslandes entsprechen der Bundespolitik, die darauf abzielt, die Zahl der Asylanträge zu reduzieren und die Abschiebung von Straftätern sowie gefährdeten Personen vorrangig zu behandeln. Zwischen 2021 und 2025 stiegen die Abschiebungen in Hessen um 108 Prozent, während die freiwilligen Ausreisen um 121 Prozent zunahmen.

Im Jahr 2025 schob Hessen 1.941 Menschen ab – ein Anstieg um 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Gleichzeitig verließen 3.136 Personen das Bundesland freiwillig, was einem Zuwachs von fast 6 Prozent gegenüber 2024 entspricht. Behörden betonen, dass die freiwillige Ausreise nach wie vor die bevorzugte Lösung sei, während Abschiebungen als Anreiz für diejenigen dienen sollen, die nicht bereit sind, das Land aus eigenem Antrieb zu verlassen.

Die Bundesregierung hat schärfere Maßnahmen eingeführt, um die Zahl der Asylanträge zu verringern. Dazu gehören ausgeweitete Grenzkontrollen, eingeschränkte Rechte auf Familienzusammenführung sowie die Aussetzung von Aufnahmeprogrammen. Zudem wurde die Liste der sicheren Herkunftsstaaten erweitert, was Abschiebungen erleichtert. Infolgedessen sank die Zahl der Asylsuchenden von etwa 15.000 im Jahr 2024 auf rund die Hälfte im Jahr 2025. Hessen setzt nun auf eine bessere Zusammenarbeit mit den Herkunftsländern, um Rückführungen zu beschleunigen. Die Behörden überprüfen die Bedingungen in verschiedenen Staaten neu, um zu klären, wohin Abschiebungen sicher durchgeführt werden können. Das Land stellt klar, dass das Asylsystem dem Schutz von Verfolgten diene – und nicht als Einwanderungsweg genutzt werden solle. Auf Bundesebene fordern Politiker wie Sachsens Innenminister Armin Schuster eine härtere Abschiebepolitik. Am 12. Juli 2024 sprach sich Schuster dafür aus, Algerien und Tunesien als sichere Herkunftsstaaten einzustufen, was die Voraussetzungen für Asylanträge weiter verschärfen würde.

Die Kombination aus bundesweiten Reformen und der konsequenteren Umsetzung in Hessen hat zu weniger Asylsuchenden und mehr Ausreisen geführt. Mit einem Anstieg der Abschiebungen um über ein Fünftel innerhalb eines Jahres und stetig steigenden Zahlen bei freiwilligen Rückkehren scheint der Ansatz des Bundeslandes die Rückführungen zu beschleunigen. Der Fokus liegt nun darauf, die Zusammenarbeit mit den Herkunftsländern aufrechtzuerhalten und die rechtlichen Rahmenbedingungen für Rückführungen weiter zu optimieren.

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