Hessen übernimmt historische Schlösser: Ein kultureller Meilenstein für die Region
Helga MüllerAngebote des Landes für Schlösser, Parks und Museen - Hessen übernimmt historische Schlösser: Ein kultureller Meilenstein für die Region
Das Haus Hessen hat vorgeschlagen, mehrere historische Schlösser, Parks und Museen in öffentlichen Besitz zu überführen. Zu den Immobilien zählen das Schloss Friedrichshof in Kronberg und das Schloss Fasanerie in Eichenzell. Ministerpräsident Boris Rhein bezeichnete den Schritt als "Vertrauensbeweis" und einen "kulturellen Meilenstein" für die Region.
Das Angebot umfasst das Schloss Friedrichshof, das Schloss Fasanerie, zwei Mausoleen sowie mehrere Wohnanlagen. Falls der Vorschlag angenommen wird, übernähme das Land Hessen die Verantwortung für den Erhalt dieser Stätten und würde den öffentlichen Zugang sichern.
Finanzminister Alexander Lorz prüft derzeit die finanziellen Auswirkungen der Übertragung. Kulturminister Timon Gremmels führt zudem Gespräche mit dem Haus Hessen über eine mögliche Kostenbeteiligung. Das Land fördert den Denkmalschutz bereits aus eigenem Haushalt, zusätzlich gibt es Bundesmittel für bundesweit bedeutende Standorte. Zu den bestehenden Fördermöglichkeiten zählen steuerliche Entlastungen wie Befreiungen von der Grundsteuer oder ermäßigte Sätze. Zudem stehen zinsgünstige Kredite der KfW-Bank sowie Tilgungszuschüsse für Sanierungen zur Verfügung. Private Investoren können Steuervergünstigungen wie die Denkmal-AfA (§ 7i EStG) oder den Sonderausgabenabzug (§ 10f EStG) nutzen.
Die geplante Übertragung würde bedeutende Kulturdenkmäler unter staatlichen Schutz stellen. Die hessische Landesregierung muss nun entscheiden, wie sie die finanziellen und betrieblichen Verantwortungen bewältigt. Bei einer Zustimmung blieben die Standorte für die Öffentlichkeit zugänglich und erhielten langfristige Unterstützung für ihren Erhalt.