30 December 2025, 20:48

Hessen stärkt im Kampf gegen Antisemitismus Bildung und Polizeihandeln

Eine Gruppe von Menschen, die auf einer Straße gehen, mit zwei Personen vorne, die wie Polizisten aussehen, Gebäuden im Hintergrund und Boden unten.

Hessen stärkt im Kampf gegen Antisemitismus Bildung und Polizeihandeln

Führungskräfte aus den hessischen Sicherheits- und Bildungsbehörden haben ihre Entschlossenheit im Kampf gegen Antisemitismus bekräftigt. Bei einem Besuch in Krakau und Auschwitz positionierten sich der Präsident des Landesamts für Verfassungsschutz und die Leiterin der Hochschule für öffentliche Verwaltung und Sicherheit Hessen (HöMS) deutlich gegen Hass. Ihre Äußerungen erfolgten im Rahmen einer Podiumsdiskussion zur Extremismusbekämpfung, die vom Europäischen Jüdischen Kongress (EJA) organisiert wurde.

Die Hochschule für öffentliche Verwaltung und Sicherheit Hessen (HöMS) ist das zentrale Ausbildungszentrum der Region für Polizei und öffentlichen Dienst. Sie vereint akademische Studiengänge, berufliche Ausbildungen, Weiterbildungen und Personalgewinnung an vier Standorten: Gießen, Kassel, Mühlheim und Wiesbaden. Die Einrichtung gliedert sich in zwei Fachbereiche – Polizei sowie Öffentliche Verwaltung –, wobei letzterer eng mit kommunalen Behörden zusammenarbeitet.

Dr. Seubert, Präsident der HöMS, betonte die Bedeutung der Schulung von Beamten im Umgang mit mehrdeutigen Situationen, bei gleichzeitig klarer Haltung gegen Antisemitismus und Diskriminierung. Der Lehrplan der Hochschule umfasst Module zu demokratischen Werten, interkulturellen Kompetenzen und Sensibilisierung für Extremismus. Zusätzliche Programme des Zentrums für Hochschuldidaktik zielen darauf ab, die demokratische Widerstandsfähigkeit von Studierenden, Lehrkräften und Mitarbeitenden zu stärken. Der Auschwitz-Besuch erfolgte auf Einladung des EJA, wo Neumann und Dr. Seubert an einer Diskussion mit dem Titel "Hass erkennen, isolieren und verfolgen: Eine Fallstudie aus Hessen" teilnahmen. Polizeibeamte in Hessen sehen sich im Berufsalltag regelmäßig mit Antisemitismus konfrontiert und müssen Schutzaufgaben mit den Herausforderungen der Strafverfolgung in Einklang bringen. Die HöMS ist zudem für die Fortbildung aller Beschäftigten in der hessischen Landesverwaltung verantwortlich und sorgt so dafür, dass ihre Leitlinien über den Hörsaal hinaus wirken.

In einer gemeinsamen Erklärung unterstreichen Neumann und Dr. Seubert die anhaltenden Bemühungen, Antisemitismus durch Bildung und Strafverfolgung zu begegnen. Die HöMS integriert weiterhin demokratische Grundsätze und Extremismusprävention in ihre Ausbildungsprogramme. Die hessische Polizei bleibt sowohl beim Schutz jüdischer Gemeinden als auch bei der täglichen Auseinandersetzung mit Hass eine centrale Instanz.