29 December 2025, 15:53

Hessen baut Katastrophenschutz mit neuem Schulungsprogramm bis 2026 massiv aus

Ein Buch auf einem Tisch mit einem Stuhl dahinter, in der Nähe einer Tür, Feuerlöscher, Akten und andere Gegenstände.

Hessen stärkt Katastrophenschutz durch Ausbildung - Hessen baut Katastrophenschutz mit neuem Schulungsprogramm bis 2026 massiv aus

Hessen stärkt seine Katastrophenvorsorge mit einem erweiterten Schulungsprogramm für Krisenstäbe. Innen- und Heimatminister Roman Poseck (CDU) kündigte an, die Maßnahmen bis 2026 weiter auszubauen. Die Initiative knüpft an bestehende Bemühungen an, lokale Behörden mit essenziellen Fähigkeiten für den Ernstfall auszustatten.

Seit 2023 bietet das Land umfassende Schulungen für kommunale Katastrophenschutz- und Verwaltungskrisenstäbe an. Bis Mitte 2026 werden alle 21 Landkreise und sechs kreisfreien Städte Hessens bis zu neun Schulungsmodule für ihre Krisenteams durchlaufen. Ein zentraler Bestandteil des Programms ist die Ausbildung von Multiplikator:innen – Personen, die anschließend Gemeinden dabei unterstützen, eigene Verwaltungskrisenstäbe aufzubauen und zu schulen.

Ein 2025 gestartetes Pilotprojekt führte ein Bürgerseminar ein, das lokale Führungskräfte, darunter Bürgermeister:innen, auf Aufgaben im Krisenmanagement vorbereitet. Gleichzeitig bleiben Ehrenamtliche ein unverzichtbarer Pfeiler des hessischen Katastrophenschutzes. Allein 2025 engagierten sich rund 70.000 Menschen in über 2.400 Freiwilligen Feuerwehren, weitere 7.000 waren in anderen Bereichen der Gefahrenabwehr aktiv. Minister Poseck würdigte den Einsatz der Freiwilligen und dankte ihnen für ihren zuverlässigen Schutz und die erfolgreichen Einsätze im vergangenen Jahr. Die Ausweitung des Programms 2026 soll die Abdeckung weiter verbessern und die lokale Widerstandsfähigkeit im gesamten Bundesland stärken.

Bis Mitte 2026 wird das Schulungsangebot flächendeckend in allen Landkreisen und Städten Hessens verfügbar sein. Mit fast 77.000 Ehrenamtlichen, die bereits im Brand- und Katastrophenschutz tätig sind, will das Land diese Basis weiter ausbauen. Der Fokus auf Multiplikator:innen und Führungskräfteschulungen zielt darauf ab, ein widerstandsfähigeres und eigenständigeres Netzwerk für die Krisenbewältigung zu schaffen.