17 January 2026, 13:46

Grüne Woche 2023 in Berlin feiert kulinarische Vielfalt und politische Debatten

Ein grünes Buch mit goldenen Lettern, das 'Das tägliche Leben auf unserem Hof' heißt und mit detailreichen Entwürfen auf dem Cover verziert ist.

Tulpen-Taufe und Elchfleischbrot: Die Tour zur Grünen Woche - Grüne Woche 2023 in Berlin feiert kulinarische Vielfalt und politische Debatten

Grüne Woche 2023 in Berlin mit Rekord-Rundgang eröffnet

Die Grüne Woche 2023 in Berlin startete mit einem dreieinhalbstündigen Eröffnungsrundgang unter der Führung des neu ernannten Bundeslandwirtschaftsministers Alois Rainer. Der Auftakt fand frühmorgens in der Halle von Mecklenburg-Vorpommern statt, wo Ministerpräsidentin Manuela Schwesig das Programm vorstellte. Während einige Aussteller Innovationen wie Pistazien-Croissants oder Bio-Wurst präsentierten, lockten andere mit kulinarischen Köstlichkeiten – von Sekt bis zu Elchfleisch-Sandwiches.

Ab 8:00 Uhr begrüßte Schwesig die Gäste in der Landeshalle. Rainer, der zum ersten Mal als Minister an der Grünen Woche teilnahm, bezeichnete die Messe als ein „Erfolgsrezept“ für die Agrarbranche. Gleichzeitig betonte er, dass ländliche und städtische Interessen ohne Konflikte nebeneinander bestehen könnten.

Der Rundgang führte zu kurzen Stationen an verschiedenen Ständen. Im niederländischen Pavillon taufte Rainer eine neue Tulpenart namens „Berliner Jubiläum“ – traditionell mit einem Sektguss. Dort gab es auch Käseproben. Der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) zeigte zwar Bio-Wurst, verzichtete jedoch auf Verkostungen. Im Laufe des Tages verbesserte sich das kulinarische Angebot auf dem Gelände: Die Ukraine servierte Sekt, Bulgarien bot Börek und Volkstänze, die Tschechische Republik zapfte Bier. Polen präsentierte Wurstspezialitäten, während Estland mit Elchfleisch-Sandwiches aufwartete. Parallel richtete Rainer eine internationale Konferenz zum Thema Zugang zu sauberem Wasser aus.

Die Grüne Woche 2023 vereinte damit kulinarische Highlights und politische Debatten. Der Eröffnungsrundgang zeigte regionale Spezialitäten – von niederländischen Tulpen bis zu estnischem Elchfleisch – und bot gleichzeitig eine Plattform für Diskussionen über Landwirtschaft und Nachhaltigkeit. Unter Rainers Führung festigte die Messe ihren Ruf als zentraler Branchentreff.