30 March 2026, 12:26

Gründerinnen in Deutschland kämpfen mit Ängsten, Finanzlücken und mangelnder Erfahrung

Drei Frauen in bunten Kleidern stehen vor dem Reichstaggebäude in Berlin, mit Menschen, Fahnen und Bäumen im Hintergrund.

Gründerinnen in Deutschland kämpfen mit Ängsten, Finanzlücken und mangelnder Erfahrung

Frauen in Deutschland sehen sich trotz wachsender Unternehmergeist bei jüngeren Generationen mit erheblichen Herausforderungen konfrontiert, wenn sie ein eigenes Unternehmen gründen wollen. Eine aktuelle Studie zeigt, dass die Angst vor dem Scheitern, Finanzierungsengpässe und mangelnde Erfahrung nach wie vor die größten Hürden darstellen. Dennoch blicken viele Unternehmerinnen optimistisch auf das zukünftige Umsatzwachstum.

Nur 14 Prozent der Frauen in Deutschland fühlen sich sicher im Umgang mit grundlegenden finanziellen Angelegenheiten. Diese Unsicherheit setzt sich bei unternehmerischen Vorhaben fort: Lediglich 3 Prozent der Frauen planen, in den IT-Bereich einzusteigen. Gleichzeitig bezeichnen sich bereits 30 Prozent der Frauen der Generation Z als Unternehmerinnen – ein deutlicher Wandel in der Einstellung der jüngeren Generation.

Die größten Hindernisse für angehende Gründerinnen sind die Angst vor dem Scheitern (37 Prozent), fehlende Finanzmittel (35 Prozent) und unzureichende Erfahrung (30 Prozent). Um diese Herausforderungen zu meistern, glauben 24 Prozent der Frauen, dass ein Geschäftspartner der hilfreichste Schritt wäre.

Trotz dieser Schwierigkeiten bleibt der Optimismus bestehen: Eine deutliche Mehrheit – 71 Prozent der Unternehmerinnen – erwartet, dass ihr Jahresumsatz in den nächsten fünf Jahren steigen wird. Fast die Hälfte (49 Prozent) rechnet sogar mit einem Wachstum von bis zu 20 Prozent in diesem Zeitraum.

Förderprogramme spielen eine zentrale Rolle bei der Unterstützung von Frauen in der Gründerszene. Staatliche Initiativen wie das EXIST-Gründerstipendium und die KfW-Gründerkredite sowie private Angebote wie die Investitionsbank Berlin (IBB) und der ERP-Startfonds bieten Finanzhilfen und Mentoring. Weltweit hat Mastercard seit 2020 über 50 Millionen kleine Unternehmen unterstützt, darunter 37 Millionen mit Frauen an der Spitze.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Obwohl das finanzielle Selbstvertrauen und die Branchenbeteiligung unter deutschen Frauen weiterhin gering sind, zeigt sich bei jüngeren Gründerinnen eine wachsende Ambition. Mit gezielter Förderung und zunehmender Zuversicht in Bezug auf das Umsatzwachstum könnte sich die Situation für frauengeführte Unternehmen schrittweise verbessern. Dennoch müssen weiterhin der Zugang zu Finanzmitteln und die Erfahrungslücken angegangen werden, um die Beteiligung nachhaltig zu steigern.

Quelle