03 April 2026, 00:29

Großrazzia in Langenfeld deckt Betrug und illegale Gebäudenutzung auf

Alte Karte von Trapezunt, Deutschland, mit Straßen, Gebäuden und markanten Punkten mit beschreibenden Textanmerkungen.

Großrazzia in Langenfeld deckt Betrug und illegale Gebäudenutzung auf

Großrazzia gegen Verdacht auf Betrug und illegalen Gebäudenutzung in Langenfeld

Diese Woche fand in Langenfeld eine großangelegte Razzia gegen mutmaßlichen Betrug und illegale Gebäudenutzung statt. Neunzehn Beamte unter der Leitung von Oliver Konsierke vom Ordnungsamt durchsuchten im Rahmen der Initiative GeKo Rhein-Wupper drei Immobilien. Dabei wurden Scheinanmeldungen, nicht genehmigte Baumaßnahmen sowie fragwürdige Finanztransaktionen in der Stadt aufgedeckt.

Die Sonderermittler konzentrierten sich auf drei Adressen in Langenfeld, wo sie zwölf Scheinwohnsitze entdeckten, die auf Bürger aus osteuropäischen EU-Ländern registriert waren. In einem der Gebäude hielten sich sieben Personen mit unklarem Aufenthaltsstatus auf; zudem fanden sich dort nicht angemeldete Büroräume und Lagerflächen. Eine weitere Immobilie im Stadtteil Richrath war bereits wegen eines Meldeverstoßes abgemeldet worden – hier besteht der Verdacht auf eine vorgetäuschte Vaterschaftsanerkennung sowie illegale Bauarbeiten. An einer dritten Adresse gab es Hinweise darauf, dass Scheinanmeldungen genutzt wurden, um Einwanderungsbestimmungen zu umgehen.

Die Initiative GeKo Rhein-Wupper, an der zwölf Städte – darunter Wuppertal, Leverkusen und Solingen – beteiligt sind, setzt auf grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Kampf gegen organisierte Kriminalität. Schwerpunkte sind Sozialleistungsbetrug, Menschenschmuggel und Geldwäsche. Ziel des Projekts ist es, den Datenaustausch und präventive Maßnahmen zwischen Behörden zu verbessern, um sowohl den Staat als auch die Kommunen widerstandsfähiger zu machen.

In Langenfeld fielen den Beamten ungewöhnliche Investitionsmuster auf: Personen erwarben großzügige Immobilien, obwohl ihre angegebenen Einkünfte dafür nicht ausreichten. Verstöße betrafen unter anderem nicht genehmigte Nutzungsänderungen von Gebäuden sowie Verletzungen des Wohnraumstärkungsgesetzes. Die Razzia unterstreicht die anhaltenden Bemühungen, Betrug und illegale Machenschaften in Nordrhein-Westfalen einzudämmen.

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Die Aktion in Langenfeld brachte zahlreiche Fälle von gefälschten Anmeldungen und unrechtmäßiger Gebäudenutzung ans Licht. Die Erkenntnisse werden voraussichtlich zu weiteren Ermittlungen im Rahmen der GeKo Rhein-Wupper-Initiative führen. Die Behörden beobachten verdächtige Aktivitäten weiterhin genau – mit Potenzial für eine engere Zusammenarbeit zwischen den Städten in NRW.

Quelle