Gleichstellungsbeauftragte in Marburg-Biedenkopf entwickeln Strategien gegen antifeministische Strömungen
Helga MüllerGleichstellungsbeauftragte in Marburg-Biedenkopf entwickeln Strategien gegen antifeministische Strömungen
Vernetzungstreffen in Marburg-Biedenkopf: Gleichstellungsbeauftragte tauschen sich über wachsende Herausforderungen aus
Ein kürzlich stattgefundenes Vernetzungstreffen im Landkreis Marburg-Biedenkopf brachte Gleichstellungsbeauftragte zusammen, um sich mit den zunehmenden Herausforderungen in ihrem Arbeitsfeld auseinanderzusetzen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die Stärkung der Zusammenarbeit sowie die langfristige Wirksamkeit von Gleichstellungsarbeit angesichts eines wachsenden antifeministischen Stimmungsbilds. Vertreterinnen aus Gewerkschaften, Regierung und zivilgesellschaftlichen Organisationen brachten ihre Strategien und Erfahrungen in die Diskussionen ein.
Die von Dr. Andrea Fink-Jacob moderierte Veranstaltung – die ehemalige Gleichstellungsbeauftragte leitet heute Seminare in Wiesbaden – bot eine Plattform für Fachkräfte aus unterschiedlichen Berufsfeldern. Die Teilnehmenden tauschten sich über aktuelle Hindernisse aus, darunter die gesellschaftliche Rechtsentwicklung, die dazu führt, dass einige Gruppen Gleichstellungsbemühungen offen infrage stellen.
Prominente Vertreterinnen großer Organisationen nahmen teil, darunter Milanie Kreutz vom dbb frauen, Bundesministerin Karin Prien, die DGB-Vorständinnen Anja Piel und Elke Hannack sowie die DGB-Vorsitzende Yasmin Fahimi. Auch Prof. Daphna Hacker vom UN-Frauenrechtsausschuss (CEDAW) bereicherte die Gespräche mit ihren Beiträgen. Ziel der Diskussionen war es, die Gleichstellungsbeauftragten im Landkreis zu stärken und nachhaltige Ansätze für ihre Arbeit zu entwickeln. Organisationen wie die CEDAW-Allianz, das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und die DBB Bundesfrauenvertretung spielten eine aktive Rolle und unterstrichen damit die Notwendigkeit abgestimmter Maßnahmen, um Widerständen entgegenzuwirken und Fortschritte in der Frauenrechts- und Gleichstellungspolitik zu sichern.
Das Treffen endete mit dem gemeinsamen Bekenntnis, die Vernetzung unter Gleichstellungsbeauftragten weiter auszubauen. Konkrete Strategien und Ideen wurden erarbeitet, um dem Aufstieg antifeministischer Haltungen zu begegnen und die erreichten Fortschritte zu festigen. Die Ergebnisse sollen künftig als Leitlinie für die Arbeit im Landkreis und darüber hinaus dienen.