29 June 2026, 12:38

Gipsabbau in Altertheim spaltet Region: Trinkwasser in Gefahr oder kontrollierbares Risiko?

Hürde auf dem Weg zu neuem Gipsbergwerk genommen

Gipsabbau in Altertheim spaltet Region: Trinkwasser in Gefahr oder kontrollierbares Risiko?

Ein großes Gipsabbauprojekt in Altertheim hat eine Debatte über mögliche Auswirkungen auf das lokale Trinkwasser ausgelöst. Die Regierung Unterfrankens betont, dass das Vorhaben bei Einhaltung strenger Auflagen keine unkontrollierbaren Risiken berge. Dennoch bestehen Bedenken hinsichtlich der langfristigen Folgen für die Grundwasserversorgung von Würzburg und der umliegenden Region.

Das Unternehmen Knauf plant, in Altertheim über die nächsten 50 Jahre unterirdische Gipsvorkommen abzubauen. Mit einer jährlichen Förderung von einer Million Tonnen begrüßt das Unternehmen die Einschätzung der Behörden und verspricht, ein verantwortungsvoller Partner in der Region zu sein. Das Projekt unterliegt jedoch weiterhin strengen Vorgaben der Würzburger Behörden.

Im Rahmen des raumordnerischen Prüfverfahrens wurden 79 öffentliche Stellen angehört und über 4.300 Einwendungen aus der Bevölkerung geprüft. Eine Online-Petition gegen das Vorhaben sammelte zudem mehr als 5.600 Unterschriften. Trotz der Kritik hält die Regierung die Risiken für beherrschbar – so müssen die Abbauarbeiten eingestellt werden, falls der Grundwasserspiegel sinkt.

Patrick Friedl von den Grünen kritisiert die offizielle Risikobewertung scharf. Seiner Meinung nach werde die Gefahr für die Trinkwasserversorgung unterschätzt. Die endgültige Genehmigung liegt nun beim Bergamt Nordbayern, das bis Jahresende entscheiden soll.

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Die Zukunft des Projekts hängt von der anstehenden Entscheidung der Bergbehörde ab. Bei einer Genehmigung würde Knauf unter strenger Aufsicht arbeiten, um Risiken für die regionale Wasserversorgung zu minimieren. Die Region bleibt von zentraler Bedeutung für die Trinkwasserversorgung Würzburgs und der umliegenden Gemeinden.

Quelle