12 March 2026, 18:24

Giftiger Pestizid-Fund: Großer Rückruf von Bockshornklee in 14 Bundesländern

Gehackte Gemüse auf einem hölzernen Schneidebrett mit der Inschrift "Verantwortung für Lebensmittelsicherheit" in der Mitte.

Rückruf: Pestizid in Korianderblättern gefunden - Giftiger Pestizid-Fund: Großer Rückruf von Bockshornklee in 14 Bundesländern

Eine Charge getrockneter Bockshornkleeblätter wurde in 14 deutschen Bundesländern zurückgerufen, nachdem Tests Rückstände eines verbotenen Pestizids nachwiesen. Bei dem betroffenen Produkt handelt es sich um die Marke "MDH Peacook Kasoori Methi", das den Wirkstoff Chlorpyrifos enthält – einen Stoff, der in der EU seit 2020 wegen gesundheitlicher Risiken verboten ist. Der Rückruf wurde von der Global Foods Trading GmbH nach behördlichen Kontrollen eingeleitet.

Betroffen ist eine 100-Gramm-Packung der getrockneten Blätter mit den Chargennummern LOT Nr. 314, 315 und 316. Alle zurückgerufenen Packungen tragen ein Mindesthaltbarkeitsdatum bis zum 30. November 2026. Vertrieben wurde das Produkt in Hessen, Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen.

Das nachgewiesene Pestizid Chlorpyrifos ist in der EU seit vier Jahren verboten, da es potenziell gesundheitsschädlich ist. Die EU überwacht strenge Pestizidgrenzwerte über das Schnellwarnsystem für Lebens- und Futtermittel (RASFF), das Importe kontrolliert und bei Verstößen Rückrufe auslöst. Hochriskowaren wie Gewürze, die unter der Zolltarifnummer HS 0709 fallen, unterliegen verschärften Kontrollen, darunter physische Probenentnahmen und Dokumentenprüfungen an den Grenzen.

Gemäß der Verordnung (EG) Nr. 396/2005 müssen Mitgliedstaaten Importe aus Drittländern überprüfen, wenn die Höchstgehalte an Pestizidrückständen (MRL) überschritten werden. Der aktuelle Rückruf der Bockshornkleeblätter folgt diesem Verfahren und sichert so die Einhaltung der EU-Lebensmittelsicherheitsstandards.

Das betroffene Produkt wurde in allen genannten Regionen aus dem Handel genommen. Verbraucher, die Packungen der genannten Chargen besitzen, wird geraten, diese nicht zu verwenden. Die Behörden überwachen weiterhin Importe, um weitere Verstöße gegen Pestizidvorschriften zu verhindern.

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