11 April 2026, 08:26

GDL-Chef Reißen wirft der Bahn "Geldwäschemaschine" vor und fordert radikale Reformen

Liniengraph, der die Anzahl der Insolvenzfälle in den Vereinigten Staaten von 1995 bis 2011 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

GDL-Chef Reißen wirft der Bahn "Geldwäschemaschine" vor und fordert radikale Reformen

Mario Reißen, Chef der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), hat die Deutsche Bahn (DB) scharf für ihr finanzielles Missmanagement kritisiert. Er bezeichnete die komplexen Strukturen des Unternehmens als eine "Geldwäschemaschine" und forderte nachdrücklich tiefgreifendere Reformen. Zwar unterstützte er die jüngsten Maßnahmen von Vorstandschefin Evelyn Palla, verlangte aber konkretere Schritte zur Steigerung der Effizienz.

Reißen verwies auf die problematische Vergangenheit der DB mit internen Verrechnungspraktiken und einer überbordenden Anzahl von Tochtergesellschaften. Auf ihrem Höhepunkt zählte das Unternehmen über 1.000 Beteiligungen – heute sind es noch knapp unter 600. Solche Strukturen schafften seiner Ansicht nach unnötige Komplexität und verschwendeten Ressourcen.

Trotz seiner Kritik lobte Reißen Pallas Entscheidung, die oberste Führungsebene zu halbieren und Manager wie Sigrid Nikutta und Karin Dohm abzulösen. Die Übertragung von Verantwortung auf untere Ebenen begrüßte er als möglichen Produktivitätsschub und Weg zu besseren Betriebsergebnissen. Allerdings zeigte er sich verärgert über Dohms ursprüngliche Ernennung zur Finanzchefin, die er als "offensichtlich inkompetent" bezeichnete. Ihre Berufung werde zu weiteren Kontroversen führen und die Steuerzahler zusätzlich belasten, warnte er.

Reißen betonte zudem die Notwendigkeit einer besseren Unternehmensführung im Schienennetz. Stärkere Kontrolle und direkte Eingriffe könnten den Fernverkehr für Fahrgäste deutlich verbessern, so seine Überzeugung.

Die Äußerungen Reißens erhöhen den Druck auf die DB, die Reformen zu beschleunigen und die Finanzstrukturen zu vereinfachen. Seine Unterstützung für Pallas Umbaumaßnahmen deutet auf mögliche Fortschritte hin, doch seine Bedenken hinsichtlich Personalentscheidungen und Ineffizienzen zeigen, dass die Herausforderungen bestehen bleiben. Die Kritik des Gewerkschaftschefs spiegelt die wachsenden Forderungen nach mehr Transparenz und Verantwortung im Konzern wider.

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