Frankfurter Buchmesse 2025: Philippinen glänzen, Tech-Konzerne sorgen für Streit
Frankfurter Buchmesse: Verlagswelt warnt vor Macht der Tech-Milliardäre - Frankfurter Buchmesse 2025: Philippinen glänzen, Tech-Konzerne sorgen für Streit
Die 77. Frankfurter Buchmesse ist nun in vollem Gange und läuft noch bis Sonntag. In diesem Jahr steht das Gastland Philippinen im Mittelpunkt und rückt damit seine literarische Kultur in den Fokus. Gleichzeitig warnen Branchenführer vor dem wachsenden Einfluss von Tech-Milliardären auf Verlagswesen und Medien.
Am Montagabend erhielt die Schweizer Schriftstellerin Dorothee Elmiger den Deutschen Buchpreis für ihren Roman „Die Hollandinnen“. Die Preisverleihung markierte den Auftakt einer Woche voller wichtiger Ankündigungen und Ehrungen.
Einer der Höhepunkte der Messe wird die Bekanntgabe des Jugendworts des Jahres 2025 am Samstag sein. Auf der Shortlist stehen umgangssprachliche Ausdrücke wie „Checkst du“, „Das crazy“ und „Goonen“. Am folgenden Tag wird der Historiker Karl Schlögel mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet.
Die Buchmesse hat sich zudem zu einer Plattform für drängende Debatten entwickelt. Karin Schmidt-Friderichs, die scheidende Vorsitzende des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, warnte vor den Risiken unregulierter Tech-Konzerne. Sie argumentierte, dass künstliche Intelligenz in der Hand verantwortungsloser Digitalmonopole demokratische Systeme untergrabe. Verlage betonten, dass diese Unternehmen Presserecht oft umgingen und keine Verantwortung für die von ihnen verbreiteten Inhalte übernähmen.
Die Frankfurter Buchmesse bleibt eine der größten Zusammenkünfte der Verlagsbranche weltweit. Neben Preisen und Diskussionen dient sie weiterhin als zentraler Ort für Netzwerken und die Präsentation neuer literarischer Werke.
Am Sonntag endet die Buchmesse nach einer Woche voller Auszeichnungen, Debatten und kulturellen Austauschs. Die Wahl der Philippinen als Gastland hat deren Literaturszene ins Rampenlicht gerückt, während die Branchenwarnungen vor der Macht der Tech-Konzerne den Diskussionen zusätzliches Gewicht verleihen. Die Ergebnisse der Messe könnten künftige Gespräche über Medienverantwortung und die Rolle künstlicher Intelligenz im Verlagswesen prägen.
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