Familienurne oder Froschgefängnis? Dieses Objekt gibt Rätsel auf
Carina KrauseFamilienurne oder Froschgefängnis? Dieses Objekt gibt Rätsel auf - Familienurne oder Froschgefängnis? Dieses Objekt gibt Rätsel auf
Familienurne oder Froschgefängnis? Dieses Objekt gibt Rätsel auf
Familienurne oder Froschgefängnis? Dieses Objekt gibt Rätsel auf
Familienurne oder Froschgefängnis? Dieses Objekt gibt Rätsel auf
- November 2025, 13:41 Uhr
Ein Familien-Erbstück stand im Mittelpunkt von Bares für Rares, als Jutta Kunze und ihr Sohn Jason mit einer großen Vase auftauchten – in der Hoffnung auf einen lukrativen Verkauf. Das Stück, das Moderator Horst Lichter zunächst für eine Urne hielt, entpuppte sich als ein über hundert Jahre altes Schmuckstück mit einer skurrilen Familiengeschichte.
Jutta und Jason Kunze präsentierten in der Sendung eine auffällige Vase, die Lichter scherzhaft als Familienurne bezeichnete – groß genug, wie er anmerkte, um die Asche mehrerer Personen zu fassen. Experte Colmar Schulte-Goltz enthüllte später, dass es sich um eine Vase aus dem Jahr 1921 von der renommierten Königlichen Porzellan-Manufaktur Berlin (KPM) handelte, die 1763 von Friedrich dem Großen gegründet worden war. Die ursprüngliche Bemalung war zwar nachträglich hinzugefügt worden, doch Alter und Handwerkskunst beeindruckten dennoch.
Schulte-Goltz schätzte den Wert auf 400 bis 450 Euro – deutlich unter den erhofften 1.000 Euro von Jason. Jutta gab zu, Befürchtungen wegen niedriger Gebote gehabt zu haben, und ihre Sorgen bestätigten sich, als Händler Walter „Waldi“ Lehnertz lediglich 80 Euro bot. Das Duo lehnte den Verkauf ab und nahm die Vase wieder mit nach Hause. Mit dem Stück verbindet sich auch eine humorvolle Familienanekdote: Juttas Urgroßmutter soll damit als Kind ihre Enkelin beim Essen eingeschüchtert haben – mit der Behauptung, in der Vase sitze ein Frosch. Jason hingegen hat pragmatischere Pläne für das Stück: Er möchte es als Blumen vase nutzen.
Die Familie Kunze verließ die Sendung mit ihrer Vase im Gepäck und lehnte das Angebot über 80 Euro ab. Zwar blieb der Marktwert hinter den Erwartungen zurück, doch als kostbares Erbstück mit einer neuen Geschichte bleibt die Vase der Familie erhalten. Ihr Weg von einer KPM-Kreation des Jahres 1921 bis hin zum Kuriosum in einer Fernsehshow schreibt ein weiteres Kapitel ihrer Geschichte.