Energieimportkosten explodieren: Deutschland steht vor 92-Milliarden-Rechnung bis 2026
Helga MüllerEnergieimportkosten explodieren: Deutschland steht vor 92-Milliarden-Rechnung bis 2026
Deutschlands Energieimportkosten werden in den kommenden Jahren stark steigen. Im Jahr 2022 gab das Land 72 Milliarden Euro für Rohöl, Erdgas und Steinkohle aus. Neue Prognosen warnen nun vor einem deutlichen Anstieg bis 2026 – angetrieben durch geopolitische Spannungen und anhaltend hohe Preise.
Ökonomen der KfW gehen davon aus, dass sich die Rechnung für fossile Energieimporte Deutschlands bis 2026 auf 92 Milliarden Euro erhöhen wird. Das entspricht einem Anstieg um 20 Milliarden Euro im Vergleich zu 2022. Hauptgrund ist der anhaltende Konflikt mit Beteiligung des Iran, der die Preise für Öl und Gas in die Höhe getrieben hat.
Die Preise dürften auch für den Rest dieses Jahres auf hohem Niveau bleiben. Die KfW-Analyse berücksichtigt zudem, dass der deutsche Verbrauch von Öl und Gas aufgrund der Preissprünge zurückgehen wird. Sollte die Nachfrage jedoch nicht sinken, könnten die Kosten noch stärker steigen.
Im schlimmsten Fall könnten die Importausgaben sogar 99 Milliarden Euro erreichen – ein Plus von 27 Milliarden Euro gegenüber 2022. Die Krise zwingt Politik und Wirtschaft alike, sich auf anhaltenden finanziellen Druck bei der Energieversorgung einzustellen.
Die Prognosen unterstreichen die finanzielle Belastung für den deutschen Energiesektor. Angesichts anhaltend hoher Preise und fortbestehender geopolitischer Risiken steht das Land vor einem drastischen Anstieg der Kosten für fossile Brennstoffe. Die endgültige Rechnung hängt davon ab, ob der Verbrauch wie erwartet sinkt oder auf dem aktuellen Niveau bleibt.






