Egelsbach im Ausnahmezustand: Vandalismuswelle trifft ganze Gemeinde
Helga MüllerEgelsbach im Ausnahmezustand: Vandalismuswelle trifft ganze Gemeinde
Egelsbach kämpft mit wachsender Vandalismuswelle – besonders durch Graffiti
In den vergangenen Wochen hat sich die Zahl der Vandalismusfälle in Egelsbach deutlich erhöht, wobei vor allem öffentliche und private Einrichtungen im ganzen Ort betroffen sind. Die örtlichen Behörden rufen nun die Bürgerinnen und Bürger auf, bei der Identifizierung der Verantwortlichen zu helfen.
Mitte Juni wurden am Jugendfreizeitbereich der Tischtennistisch und die Mülleimer mit polizeifeindlichen Parolen und einem Hakenkreuz besprüht. Die Beseitigung der Schmierereien dauerte stundenlang, und durch mögliche Schäden an der Wasserpumpe könnten teure Reparaturen anstehen.
Nur wenige Tage später, am 27. Juni, wurden die Pflanzkübel rund um den Klammerschnitzer Brunnen geflutet und Bücher ins Wasser geworfen. Auch Bushaltestellen, Versorgungsboxen, Verkehrsschilder, der Unterführungsbereich am Bahnhof Egelsbach, das Rathaus und private Häuser wurden beschädigt.
Bürgermeister Tobias Wilbrand spricht von einer "zunehmend häufigen" Problematik. Das städtische Bauhofteam muss nun zusätzlichen Aufwand und Kosten betreiben, um Graffiti zu entfernen und beschädigte Bereiche instand zu setzen. Wilbrand betonte, wie wichtig der Schutz gemeinschaftlich genutzter Räume vor Verwüstung sei, und rief dazu auf, Hinweise an die Polizeidienststelle in Langen weiterzugeben.
Sämtliche Sachbeschädigungen werden zur Anzeige gebracht. Den Tätern drohen strafrechtliche Konsequenzen sowie Schadensersatzforderungen.
Die wiederholten Vandalismusfälle belasten nicht nur die kommunalen Ressourcen, sondern beeinträchtigen auch das öffentliche Leben. Die Behörden setzen auf die Mithilfe der Bevölkerung, um die Verantwortlichen zu ermitteln und weitere Schäden zu verhindern.






