Deutschlands Zierpflanzenbranche schrumpft dramatisch – 23 % weniger Betriebe seit 2017
Klaas LübsDeutschlands Zierpflanzenbranche schrumpft dramatisch – 23 % weniger Betriebe seit 2017
Deutschlands gärtnerischer Sektor verzeichnet seit Jahren einen stetigen Rückgang. Die neuesten Nachrichten für 2025 zeigen, dass immer weniger Betriebe Blumen und Zierpflanzen anbauen – gleichzeitig geht auch die bewirtschaftete Fläche zurück. Die aktuellen Nachrichten belegen eine schrumpfende Branche in nahezu allen Bereichen.
Im Jahr 2025 gab es in Deutschland noch 2.821 gärtnerische Betriebe, die sich auf den Anbau von Blumen und Zierpflanzen spezialisiert hatten. Das entspricht einem Rückgang von 9,7 Prozent im Vergleich zu 2021 – 302 Betriebe weniger. Der Negativtrend reicht noch weiter zurück: Seit 2017 ist die Zahl der Unternehmen um 23,1 Prozent gesunken, was einem Verlust von 847 Betrieben entspricht.
Die Zentrale Markt- und Preisberichtstelle (ZMP) GmbH mit Sitz in Bonn überwacht die verbleibenden Betriebe. Neben der sinkenden Anzahl an Unternehmen geht auch die Anbaufläche zurück. 2025 umfasste die insgesamt bewirtschaftete Fläche noch rund 5.760 Hektar. Seit 2017 ist diese um 12,6 Prozent geschrumpft – ein Minus von 830 Hektar. Im gleichen Zeitraum verringerte sich die gesamte kultivierte Fläche des Sektors um 8,1 Prozent, was einem Verlust von 505 Hektar entspricht.
Die aktuellen Nachrichten bestätigen eine deutliche Schrumpfung der deutschen Zierpflanzenbranche. Sowohl die Anzahl der Betriebe als auch die von ihnen genutzten Flächen sind in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen. Der Trend deutet auf anhaltende Herausforderungen für die Erzeuger hin, ihre Produktion auf dem bisherigen Niveau aufrechtzuerhalten.