31 March 2026, 02:23

Deutschland wirbt nach Intels Rückzug um Samsung für Chipfabrik in Ostdeutschland

Nahaufnahme eines Mikrochips, der als neuer Intel-Prozessor auf einer blauen Oberfläche etikettiert ist.

Deutschland wirbt nach Intels Rückzug um Samsung für Chipfabrik in Ostdeutschland

Deutschland wirbt nach Intels Rückzug aus Magdeburg um große Chip-Hersteller. Nun richten sich die Bemühungen der Regierung besonders an koreanische Unternehmen – dabei gilt Samsung als vielversprechender Kandidat. Eine Investorendelegation reiste kürzlich nach Südkorea, um neue Möglichkeiten im Halbleitersektor auszuloten.

Der Vorstoß folgt auf die Expansion des taiwanischen Konzerns TSMC in Bayern, wo bereits ein Designzentrum eröffnet wurde. Trotz hoher Energie- und Arbeitskosten bleibt Deutschland ein attraktiver Standort für die Chipproduktion, da bereits mehrere globale Unternehmen im Land tätig sind.

Intels Entscheidung, die geplante 30-Milliarden-Euro-Fabrik in Magdeburg nicht zu realisieren, hinterließ in Deutschland ungenutzte Subventionen und eine Lücke in der Halbleiterstrategie. Dennoch drosselt die Bundesregierung ihre Anstrengungen nicht, die Branche zu stärken. Eine Gruppe deutscher Investoren reiste nach Südkorea, um über mögliche Chipfabrik-Investitionen zu verhandeln – mit Samsung als zentralem Ansprechpartner.

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Samsung hat zwar noch keine konkreten Pläne für ein Werk in Deutschland bestätigt, doch gibt es Spekulationen über Optionen von einer vollwertigen Produktionsstätte bis hin zu kleineren Betrieben wie Verpackungs- oder Designsupport. Sachsen und Sachsen-Anhalt gelten als mögliche Standorterweiterungen. Das Unternehmen ist bereits über seine Tochterfirma Harman in Europa präsent und verfolgt eine ähnliche Strategie in den USA.

Deutschlands Initiative erfolgt zu einer Zeit, in der TSMC, Infineon, Bosch und GlobalFoundries erfolgreich in dem Land produzieren. Das kürzlich eröffnete Designzentrum von TSMC in Bayern spiegelt die wachsende Kundennachfrage wider und zeigt, dass hohe Kosten frühere Investitionen nicht abgeschreckt haben. Die Regierung bleibt zuversichtlich, neue Partnerschaften zu schließen, um die durch Intels Abzug entstandene Lücke zu füllen.

Obwohl bisher keine offiziellen Verhandlungen dokumentiert sind, unterstreicht Deutschlands aktives Werben um Samsung seinen Willen, die Chipfertigungskapazitäten auszubauen. Die bestehende Halbleiterinfrastruktur und verfügbaren Fördergelder könnten das Land zu einer attraktiven Wahl für weitere Investitionen machen.

Aktuell liegt der Fokus auf Gesprächen – konkrete Schritte hin zu einer Produktionsstätte stehen noch aus. Gelingt der Vorstoß, würde dies die Position Europas auf dem globalen Halbleitermarkt stärken.

Quelle