DAX schließt trotz trüber Wirtschaftsdaten und sinkender Verbraucherstimmung im Plus
Carina KrauseDAX schließt trotz trüber Wirtschaftsdaten und sinkender Verbraucherstimmung im Plus
DAX schließt trotz trüber Konjunkturdaten und schwacher Verbraucherstimmung im Plus
*Am Wochenende hat der DAX wieder zugelegt. Der Index schloss im Xetra-Handel bei 24.288 Punkten – ein Plus von 0,4 Prozent gegenüber dem Vortagesschluss. Im Tagesverlauf pendelte der DAX zunächst um das Niveau des Donnerstagsschlusses, bevor er am Nachmittag ins Plus drehen konnte. „Nicht nur deutsche Unternehmen blicken pessimistisch in die [...]
19. Dezember 2025, 16:46 Uhr
Die Finanzmärkte sendeten am Freitag gemischte Signale: Der Euro gab gegenüber dem Dollar nach, während die Verbraucherstimmung auf ein neues Tief sank. Dennoch schaffte es der DAX, leicht zuzugewinnen und schloss 0,4 Prozent im Plus. Doch die grundsätzlichen wirtschaftlichen Sorgen bleiben bestehen. Seit dem 1. Januar 2025 fehlt der Europäischen Zentralbank (EZB) eine neue Führung – diese Unsicherheit belastet sowohl Anleger als auch Haushalte.
Der Euro verlor an Wert und notierte bei 1,1716 US-Dollar, während der Dollar auf 0,8535 Euro stieg. Auch die Energiepreise zeigten Bewegungen: Die Nordsee-Ölsorte Brent verbuchte ein Plus von 0,5 Prozent auf 60,14 Dollar pro Barrel. Die Gas-Futures für Januar-Lieferungen stiegen um 2 Prozent auf 28 Euro pro Megawattstunde – was die potenziellen Verbraucherkosten auf mindestens sieben bis neun Cent pro Kilowattstunde treibt.
Der DAX beendete den Handelstag bei 24.288 Punkten und damit leicht über dem Vortagesstand. Zu den Gewinnern zählten Commerzbank, MTU und Bayer, während Zalando am unteren Ende der Skala blieb. Zunächst hatte der Markt noch nahe den Donnerstagsnotierungen verharren, ehe er am Nachmittag ins Plus drehte. Die Verbraucherstimmung ist derweil auf den tiefsten Stand seit Anfang des Vorjahres gefallen: Der GfK-Index sank auf minus 26,9 Punkte. Hohe Inflation und sinkende Einkommenserwartungen halten die Haushalte vom Konsum ab. Auch Unternehmen zögern angesichts der unsicheren Wirtschaftslage mit Investitionen – die Binnennachfrage bleibt schwach.
Seit dem 1. Januar 2025 steht die EZB ohne neue Führung da. Zwar läuft die Amtszeit von Präsidentin Christine Lagarde noch bis Oktober 2027, doch für die Übergangsphase wurde bisher kein Nachfolger benannt. Als mögliche Kandidaten gelten unter anderem Isabel Schnabel, Joachim Nagel, Klaas Knot und Pablo Hernández de Cos.
Der leichte Anstieg des DAX steht damit im Kontrast zu den anhaltenden wirtschaftlichen Problemen: Schwache Verbraucherstimmung und hohe Energiepreise dämpfen die Hoffnung auf eine Erholung. Solange die Führungsfrage bei der EZB ungelöst bleibt, dürfte die Unsicherheit an den Märkten in den kommenden Monaten anhalten.