12 April 2026, 02:27

Dahmen warnt vor 25-Prozent-Krankenkassenbeitrag ohne schnelle Reformen

Plakat mit dem Text "Beenden Sie den Job: Gesundheit sollte ein Recht sein, nicht ein Privileg" und einer Karte mit der Aufschrift "Machen Sie niedrigere Gesundheitskosten dauerhaft und schließen Sie die Versorgungslücke für amerikanische Familien."

Dahmen warnt vor 25-Prozent-Krankenkassenbeitrag ohne schnelle Reformen

Janosch Dahmen, gesundheitspolitischer Sprecher der Grünen, hat die Ampelkoalition aufgefordert, die Reformen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zu beschleunigen. Er warnte, dass weitere Verzögerungen bereits ab Januar zu deutlichen Beitragserhöhungen führen könnten. Nach Dahmens Angaben droht bei Untätigkeit ein Anstieg der Beiträge auf bis zu 25 Prozent bis zum Ende dieser Legislaturperiode.

In Gesprächen mit den Sendern RTL und ntv betonte Dahmen, dass die Regierung keine Zeit mehr verlieren dürfe. Ein Jahr lang habe man in Kommissionen diskutiert – jetzt sei es höchste Zeit für konkrete Maßnahmen, so der Politiker. Die aktuelle Finanzlücke von 15 Millionen Euro müsse schnellstmöglich geschlossen werden, sonst müssten Versicherte und Arbeitgeber mit höheren Belastungen rechnen.

Der Gesundheitsexperte machte deutlich, dass ein Beitragssatz von 25 Prozent bedeuten würde, dass ein Viertel des Lohns in die Krankenversicherung fließen würde. Dies würde die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft ernsthaft gefährden, so Dahmen. Zudem stiegen für Arbeitgeber die Lohnnebenkosten, was den Druck weiter erhöhe.

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Dahmen drängte die Koalition, noch vor der Sommerpause einen Gesetzentwurf vorzulegen. Der Haushaltsausschuss soll im Oktober tagen – für weitere Verzögerungen bleibe kaum noch Spielraum. Ohne zügige Reformen werde die finanzielle Belastung für Beschäftigte und Unternehmen weiter steigen, warnte er.

Die Regierung steht nun unter Zeitdruck, um steigende Versicherungskosten zu verhindern. Werden die Reformen nicht bald umgesetzt, müssen sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber ab Januar mit höheren Abgaben rechnen. Dahmens Appell unterstreicht die Dringlichkeit, die Finanzlücke zu schließen, bevor sich die Lage weiter verschärft.

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