Chaos am Frankfurter Flughafen: Schnee und Glatteis legen Flugbetrieb lahm
Helga MüllerChaos am Frankfurter Flughafen: Schnee und Glatteis legen Flugbetrieb lahm
Flughafen Frankfurt kämpft mit schweren Behinderungen durch Schnee und Glatteis
Am Frankfurter Flughafen kommt es zu massiven Einschränkungen, nachdem starker Schneefall und Blitzeis die Region überzogen haben. Fast 100 Flüge wurden gestrichen, Tausende Reisende sitzen fest, und das Flughafenpersonal arbeitet im Dauereinsatz. Die Behörden rufen Passagiere dazu auf, ihren Flugstatus zu prüfen und frühzeitig am Flughafen einzutreffen, um weitere Verzögerungen zu vermeiden.
Der Deutsche Wetterdienst hatte für Teile Hessens eine extreme Glatteiswarnung herausgegeben, was zu chaotischen Zuständen an einem der verkehrsreichsten Flughäfen Europas führte. Von den 1.052 geplanten Flügen am 12. Januar 2026 fielen 98 dem Wintersturm Gunda zum Opfer, der gefrierenden Regen und lebensgefährliche Bedingungen mit sich brachte. Der Flughafenbetreiber Fraport setzte sein vollständiges Wintereinsatzteam in Marsch und brachte 34 Enteisungsfahrzeuge zum Einsatz, um Startbahnen und Flugzeuge betriebsbereit zu halten.
Laut Wettervorhersage könnte sich die Lage im Laufe des Tages etwas entspannen, da die Temperaturen steigen sollen. Die anhaltenden Störungen haben jedoch bereits spürbare Auswirkungen auf die Flughafenumsätze: Jeder ausgefallene Flug schmälert die Einnahmen aus Landegebühren, Passagierentgelten und Einzelhandelsumsätzen. Experten weisen darauf hin, dass die Dauer der Verzögerungen entscheidend sein wird, wie stark die Finanzzahlen von Fraport im ersten Quartal belastet werden.
Reisende werden aufgefordert, mindestens drei Stunden vor Abflug am Flughafen zu sein. Die Flughafenleitung beobachtet die Situation weiterhin genau, bisher wurden jedoch keine weiteren flächendeckenden Streichungen bekannt gegeben.
Die Reaktion der Börse auf die Störungen fällt bisher verhalten aus – ein Zeichen dafür, dass Anleger die Probleme als vorübergehend einschätzen. Wie stark Fraports Erträge tatsächlich beeinträchtigt werden, hängt davon ab, wie schnell der Betrieb wieder normal läuft. Bis dahin müssen sich Passagiere auf Verspätungen einstellen und ihre Reiseplanung entsprechend anpassen.