25 April 2026, 02:23

CDU-Politiker Amthor fordert klare feministische Haltung gegen Rechts

Eine Frau in einem weißen Hemd steht entschlossen vor einer Wand und hält ein Schild hoch, auf dem in fetter schwarzer Schrift 'LGBTQ+ Lives Matter' steht.

CDU-Politiker Amthor fordert klare feministische Haltung gegen Rechts

CDU-Politiker Philipp Amthor hat seine Partei aufgefordert, in der Feminismusdebatte eine klarere Position zu beziehen, statt das Thema linksgerichteten Gruppen zu überlassen. Gleichberechtigung müsse gegen rechtsextreme Ansichten verteidigt werden – insbesondere gegen die der AfD. Seine Äußerungen fallen in eine Phase, in der die Diskussion über Gleichstellungspolitik innerhalb der CDU weiter an Dynamik gewinnt.

Amthor vertritt seit Langem ambivalente Standpunkte zu feministischen Forderungen. So lehnte er 2019 zentrale Anliegen ab, darunter die Streichung der Strafbarkeit von Schwangerschaftsabbrüchen sowie das Werbeverbot für Abbruchsdienstleistungen. In jüngsten Stellungnahmen betonte er jedoch, die CDU und ihre Bundestagsfraktion bräuchten in Gleichstellungsfragen keine "Anleitung von links".

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Kritik übte er zudem an einem aus seiner Sicht vernachlässigten Aspekt der Gleichberechtigung: den Alltagserfahrungen von Frauen. Frauen würden häufig nach anderen Maßstäben beurteilt als Männer, wobei ihr Äußeres oft stärker gewichtet werde als ihre Argumente. Amthor forderte mehr Bewusstsein für diese Ungleichbehandlung und mehr Männer, die sich gegen solche Vorurteile stellen.

2023 unterstützte Amthor noch ein Verbot gendersensibler Sprache in Behörden. Nun warnt er jedoch vor den rechtsextremen Forderungen nach biologischem Determinismus und starren Geschlechterrollen. Einen Vorschlag, Parteilisten paritätisch mit Frauen und Männern zu besetzen, wies er als verfassungswidrig zurück.

Amthors Aussagen spiegeln die Spaltung innerhalb der CDU wider, wie Gleichstellungspolitik zu gestalten sei. Zwar lehnt er bestimmte feministische Positionen ab, doch besteht er darauf, dass die Partei rechtsextremen Narrativen zum Thema aktiv entgegenwirken müsse. Sein Plädoyer für eine breitere Auseinandersetzung zeigt: Die Debatte über Feminismus in der konservativen Politik ist noch lange nicht abgeschlossen.

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