29 June 2026, 18:46

Bundespolizei bangt um Ausfall ihrer Körperkameras bis 2023

Bahnhofssicherheit - Bundespolizei leidet unter Bodycam-Mangel

Bundespolizei bangt um Ausfall ihrer Körperkameras bis 2023

Bundespolizei droht Ausfall von Körperkameras

Die deutsche Bundespolizei könnte bald ohne funktionierende Körperkameras dastehen. Ein gescheiterter Beschaffungsauftrag bringt Beamte in die Gefahr, die Geräte noch 2023 zu verlieren. Der Mangel könnte Einsätze beeinträchtigen, bei denen Kameras eine zentrale Rolle für Sicherheit und Beweissicherung spielen.

Ursprünglich waren 5 Millionen Euro für 2.500 neue Körperkameras vorgesehen, mit einer Option auf weitere 1.500 Geräte. Doch das Vergabeverfahren platzte, nachdem nachträglich zusätzliche Anforderungen – darunter austauschbare Akkus – hinzugefügt wurden. Diese Änderungen machten den Auftrag für potenzielle Lieferanten weniger attraktiv.

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Zudem stellt der aktuelle Hersteller die Unterstützung für die bestehenden Kameras ein. Die Behörden hoffen nun, dass der Lieferant die Wartung verlängert – was jedoch Millionen kosten würde. Einige Modelle sind zudem nahtlos mit den Tasern der Polizei kompatibel, was die Dringlichkeit einer Lösung erhöht.

Andreas Roßkopf, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP) für Bundesbeamte, hat das Innenministerium aufgefordert, das Problem zügig zu lösen. Ohne Gegenmaßnahmen droht der Behörde im kommenden Jahr ein erheblicher Engpass.

Körperkameras haben bereits dazu beigetragen, Konflikte in Bahnhöfen zu entschärfen, und lieferten in Vorfällen entscheidende Beweise. Ihr Wegfall würde ein bewährtes Instrument für Sicherheit und Transparenz schwächen. Das Ministerium muss nun schnell Ersatz beschaffen oder die Unterstützung der bestehenden Geräte verlängern, bevor diese ausfallen.

Quelle