25 March 2026, 12:28

Böhmermanns Berliner Ausstellung provoziert mit Kunst und Kanzleramt-Blick

Ein buntes Plakat an einer Gebäudewand mit der Aufschrift 'Les Humoristes Journal Hebdomadaire Illustré', das lachende Menschen in leuchtenden Farben zeigt.

Böhmermanns Berliner Ausstellung provoziert mit Kunst und Kanzleramt-Blick

Jan Böhmermanns provokante Ausstellung "Die Möglichkeit der Unvernunft" in Berlin eröffnet

Im Berliner Haus der Kulturen der Welt hat der Satiriker Jan Böhmermann eine mutige neue Ausstellung eröffnet. Unter dem Titel "Die Möglichkeit der Unvernunft" verbindet die Schau provokante Kunst mit persönlichen und politischen Kommentaren. Die Besucher erwarten surreale Installationen – von einer Butterbüste Helmut Kohls bis zu einem Fernrohr, das auf das benachbarte Bundeskanzleramt gerichtet ist.

Die Ausstellung zwingt von Beginn an zur Auseinandersetzung: An der Eingangstür müssen Handys abgegeben werden, um Ablenkungen auszuschalten. Draußen treibt eine schlaffe, aufblasbare Freiheitsstatue in einem Wasserbecken, während eine ernste Frauenstimme "Land der Freien" zur Melodie der US-Nationalhymne singt.

Alle 28 Minuten erleidet ein Stofftier ein grausames Schicksal – es wird geschreddert, es sei denn, ein Besucher zahlt 20 Euro und lässt sich damit fotografieren. Im Inneren lädt ein "Indie-Kinder-TV-Garten" zu Live-Auftritten ein, und eine goldene Schallplatte des Rappers Bushido erinnert an Böhmermanns Fernsehvergangenheit.

Zwölf Werke nehmen direkt Bezug auf seine Karriere und juristischen Auseinandersetzungen, darunter ein spöttischer Richterhammer und Endlosschleifen zensierter Sendungen. Der spielerischste Seitenhieb? Ein Fernrohr, das auf einen Spiegel gerichtet ist – und damit den Blick ins benachbarte Kanzleramt freigibt.

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Die Ausstellung läuft noch bis zum 19. Oktober 2023. Mit Satire, Selbstbezügen und einer Mischung aus Absurdität und Kritik fordert sie die Besucher heraus. Von zerstörten Spielzeugen bis zu Butterskulpturen – jedes Werk verlangt Aufmerksamkeit, manchmal sogar ein Lösegeld von 20 Euro.

Quelle