30 March 2026, 16:33

Apotheken protestieren bundesweit für faire Vergütung und bessere Arbeitsbedingungen

Schwarz-weiß-Anzeige für eine Apotheke in Rom mit einem Mann und einer Frau nebeneinanderstehend und Text, der die Apotheke und ihre Dienstleistungen beschreibt.

Apotheken protestieren bundesweit für faire Vergütung und bessere Arbeitsbedingungen

Apotheken in ganz Deutschland bereiten sich auf Protesttag am 23. März vor

Inhabern und Apothekerverbänden zufolge wird es in Berlin, Düsseldorf, Hannover und München Kundgebungen geben. Mit der Aktion wollen sie von der Politik höhere Vergütungen und bessere Arbeitsbedingungen in der Branche durchsetzen.

Bei dem Protest handelt es sich nicht um einen Streik, sondern um eine abgestimmte Initiative von Apothekenbesitzern und Berufsverbänden. Ihre zentrale Forderung ist eine Erhöhung der festen Apothekengebühr – von derzeit 8,35 Euro auf 9,50 Euro pro Rezept – sowie eine jährliche automatische Anpassung. Zudem verlangen sie faire Bezahlung, weniger Bürokratie und stabile Rahmenbedingungen, um die Existenz lokaler Apotheken zu sichern.

Ob eine Apotheke am 23. März schließt, entscheidet jede Geschäftsführung selbst. Falls sie sich dafür entscheidet, können Mitarbeiter nicht gezwungen werden, an den Demonstrationen teilzunehmen. Die Beschäftigten erhalten dennoch ihr Gehalt, da das rechtliche Prinzip des Annahmeverzugs (Arbeitgeber verweigert angebotene Arbeitsleistung) greift. Vorgesetzte dürfen zwar Ersatzaufgaben zuweisen, können von den Angestellten aber keine Nacharbeit für ausgefallene Stunden verlangen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Für Patienten bleibt die Versorgung während des Protests über Notdienstapotheken gewährleistet. Die Organisatoren betonen, dass sich die Aktion gegen die Bundesregierung richtet, die sie auffordern, Zusagen aus den Koalitionsverträgen einzuhalten.

Bundesweiter Protest mit Schließungen und Kundgebungen in vier Großstädten Die Apothekeninhaber drängen auf finanzielle und strukturelle Reformen, um die Zukunft der lokalen Versorgung zu sichern. Die Mitarbeiter erhalten wie gewohnt ihr Gehalt, und die Notfallversorgung bleibt über die bereichsweisen Notdienstapotheken aufrechterhalten.

Quelle