Antisemitismus-Vorwürfe auf der Documenta 15 entfachen weltweite Debatte über Kunst und Erinnerung
Antisemitismus-Vorwürfe auf der Documenta 15 entfachen weltweite Debatte über Kunst und Erinnerung
2022 sorgte ein umstrittenes Kunstwerk auf der Documenta 15, einer der renommiertesten Ausstellungen für zeitgenössische Kunst weltweit, für heftige Debatten. Das indonesische Künstlerkollektiv Taring Padi präsentierte ein großes Banner mit dem Titel Volksgerechtigkeit, das Motive enthielt, die weithin als antisemitisch verurteilt wurden. Nach nur drei Tagen wurde das Werk auf öffentlichen Druck hin verhängt.
Der Vorfall legte tiefe Gräben offen – darüber, wie der Holocaust erinnert werden soll und wie postkoloniale Kunst in einem globalen Kontext zu deuten ist.
Das Banner war zunächst in Kassel als Teil des Schwerpunkts der Documenta 15 auf kollektive und nicht-westliche Kunstpraktiken ausgestellt worden. Besucher äußerten schnell Bedenken wegen Karikaturen in dem Wandbild, die antisemitische Klischees aufgriffen, darunter Figuren, die jüdischen Stereotypen glichen. Nach massiver Kritik wurde das Werk mit einem schwarzen Tuch verhüllt, blieb aber physisch Teil der Ausstellung.
Taring Padi verteidigte das Werk und erklärte, es stamme aus einer Kampagne gegen staatliche Gewalt und Militarismus in Indonesien im Jahr 2002. Das Kollektiv argumentierte, die Darstellung richte sich gegen lokale unterdrückerische Regime, nicht gegen Jüdinnen und Juden. Der Historiker Uffa Jensen analysierte später die Motive und kam zu dem Schluss, dass sie nicht zwangsläufig mit Jüdischsein verknüpft seien, sondern breitere indonesische politische Symbolik widerspiegelten. Die Kontroverse weitete sich aus, als zwei gegensätzliche Positionen aufeinandertrafen: Viele in Deutschland und dem Westen sahen in den Darstellungen eine inakzeptable Verharmlosung des einzigartigen Grauens des Holocaust. Andere, darunter postkoloniale Wissenschaftler:innen, deuteten die Kritik als Scheitern, sich mit nicht-westlichen Perspektiven auf Völkermord und Unterdrückung auseinanderzusetzen. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier schürte die Debatte weiter, indem er das Fehlen jüdischer und israelischer Künstler:innen auf der Documenta 15 als bedenkliche Versäumnis brandmarkte.
Die Auseinandersetzung wurde aus verschiedenen Quellen dokumentiert: offiziellen Stellungnahmen der Documenta-Leitung, Reaktionen indonesischer Menschenrechtsgruppen und Kritiken in internationalen Kunstpublikationen. In akademischen Diskussionen wurde später erörtert, ob die Entfernung des Banners eine notwendige antirassistische Maßnahme darstellte oder einen Akt kultureller Zensur gegen postkoloniale Stimmen.
Die Volksgerechtigkeit-Kontroverse wurde zu einem prägenden Moment für die Documenta 15 und legte die Spannungen zwischen künstlerischer Freiheit, historischer Erinnerung und kultureller Sensibilität bloß. Die Debatte zeigte auch, wie schnell sich seit 2022 die Diskussionen über Antisemitismus, Kolonialismus und Repräsentation weiterentwickelt haben.
Zwar wurde das Banner schließlich der Öffentlichkeit entzogen, doch der Vorfall hinterließ bleibende Fragen danach, wie globale Kunstplattformen mit widersprüchlichen Erzählungen von Trauma und Gerechtigkeit umgehen sollen.
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