19 April 2026, 18:25

Anti-Schnuten-Tag: Warum am 22. Juli die Duckface-Selfies verschwinden

Plakat einer Person mit wilden Haaren, weit aufgerissenen Augen und einem breiten Grinsen auf einem hellgelben Hintergrund, mit der Aufschrift "McFadden's Row of Flats: Die Comedy, die viele Millionen zum Lachen gebracht hat."

Anti-Schnuten-Tag: Warum am 22. Juli die Duckface-Selfies verschwinden

Jedes Jahr am 22. Juli nimmt eine skurrile Online-Bewegung ein bekanntes Social-Media-Posing ins Visier. Der Anti-Schnuten-Tag fordert Nutzer auf, den Trend der schmollmundigen Selfies hinter sich zu lassen und stattdessen ihr Profilbild durch ein besonderes Abzeichen zu ersetzen. Die vor über einem Jahrzehnt gestartete Aktion hat sich zu einem humorvollen Protest gegen eine umstrittene Foto-Mode entwickelt.

Bei der Schnuten-Pose – im Englischen als "Duckface" bekannt – werden die Lippen gespitzt und die Wangen eingezogen, ein Look, der besonders in Fotos junger Frauen verbreitet ist. Kritiker bemängeln, dass die Pose überstrapaziert sei und von der Promi-Kultur geprägt werde. Studien deuten sogar darauf hin, dass Profile mit solchen Aufnahmen auf Dating-Plattformen mehr Nachrichten erhalten.

2011 rief das deutsche Comedy-Trio Y-Titty den Anti-Schnuten-Tag als spielerische Gegenbewegung ins Leben. Die Gruppe veröffentlichte einen Hymnen-Song auf YouTube, um für die Aktion zu werben, und die Website antiduckface.com wurde zum zentralen Anlaufpunkt. Bei der Premiere 2012 beteiligten sich rund 21.000 Nutzer, die ihre Profilbilder gegen das offizielle Anti-Schnuten-Abzeichen austauschten.

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Das gewählte Datum, der 22. Juli, knüpft an eine weitere skurrile Tradition an: Im amerikanischen Datumsformat als 22/7 geschrieben, nähert sich der Bruch dem Wert von Pi (3,1415926) an – eine Hommage an die berühmte Näherung des Archimedes. Diese mathematische Kuriosität teilt sich den Tag mit der Anti-Selfie-Kampagne.

Der Anti-Schnuten-Tag motiviert auch heute noch Social-Media-Nutzer, jedes Jahr am 22. Juli auf die Schnuten-Pose zu verzichten. Die Aktion bleibt eine Mischung aus Humor und Protest, die Popkultur mit einem Augenzwinkern zur Mathematik verbindet. Für alle, die mitmachen, bietet der Tag die Chance, aufzufallen – ganz ohne gespitzte Lippen.

Quelle