16 January 2026, 07:41

„Aktion Glühwürmchen“ macht Marburger Grundschüler im Straßenverkehr sichtbarer

Eine Straße mit Fahrzeugen, ein "Slow Down School Zone"-Schild, Strommasten mit Drähten, Bäume, Laternenpfähle und ein bewölkter Himmel.

„Aktion Glühwürmchen“ macht Marburger Grundschüler im Straßenverkehr sichtbarer

Neue Verkehrssicherheitsaktion an der Cyriaxweimar-Grundschule in Marburg

An der Cyriaxweimar-Grundschule in Marburg fand eine neue Aktion zur Verkehrssicherheit statt. Unter dem Namen „Aktion Glühwürmchen“ sollte Kindern die Gefahr schlechter Sichtbarkeit in den dunklen Monaten verdeutlicht werden. Polizei und lokale Behörden arbeiteten dabei Hand in Hand, um zu zeigen, wie reflektierende Kleidung junge Fußgänger auf dem Schulweg schützen kann.

Im Mittelpunkt der Aktion standen zwei Schaufensterpuppen: Ella in dunkler Kleidung und Florian mit reflektierender Ausrüstung – ein anschaulicher Vergleich, wie gut Autofahrer die Kinder je nach Bekleidung wahrnehmen. Beamte der Regionalen Verkehrspolizei Marburg-Biedenkopf erklärten den Schülern, warum helle oder reflektierende Materialien in der Dämmerung und bei Dunkelheit Unfälle verhindern helfen.

Anwesend waren auch Marburgs Oberbürgermeisterin Nadine Bernshausen, Polizeidirektor Thomas Göbel, der Leiter der Verkehrsüberwachung, Stefan Düdling, sowie der stellvertretende Leiter der Verkehrssicherheit, Markus Petry. Gemeinsam betonten sie, wie wichtig es ist, von Autofahrern rechtzeitig gesehen zu werden – besonders mit Beginn des Winters. Jedes Kind erhielt einen reflektierenden Hand-Anhänger sowie eine Broschüre des Deutschen Verkehrsicherheitsrats. Parallel führte die Polizei Geschwindigkeitskontrollen durch und überwachte die Parksituation rund um die Schule, um die Sicherheitsmaßnahmen zu unterstreichen.

Der Name „Aktion Glühwürmchen“ knüpft historisch an eine Operation aus dem Zweiten Weltkrieg an, die mit der KZ-Gedenkstätte Mauthausen in Österreich verbunden ist. Die aktuelle Aktion konzentrierte sich jedoch ausschließlich auf die heutigen Verkehrsgefahren, denen Schulkinder in Marburg ausgesetzt sind.

Mit praktischen Hilfsmitteln wie den Reflektoren und Informationsmaterial wurden die Kinder für ihre Wege gut gerüstet. Die Verantwortlichen hoffen, dass die vermittelten Lektionen dazu beitragen, Unfälle zu verringern – besonders jetzt, wo die morgendlichen und abendlichen Dunkelphasen wieder zunehmen.