09 February 2026, 04:50

Zweitwohnsitzsteuer trifft Studierende je nach Stadt unterschiedlich hart

Ein Gebäude mit einer Flagge oben drauf, umgeben von Bäumen und Gras, mit einem bewölkten Himmel und Sonne im Hintergrund; Text auf der rechten Seite lautet "8 8% Anstieg bei neuen internationalen Studierendenanmeldungen".

Ein Zweitwohnsitz kann für Studenten teuer sein - Zweitwohnsitzsteuer trifft Studierende je nach Stadt unterschiedlich hart

Studierende in mehreren deutschen Städten müssen bei der Anmeldung eines Zweitwohnsitzes mit zusätzlichen Kosten rechnen. Die Gebühren fallen sehr unterschiedlich aus: Manche Kommunen erheben hohe Rabatte, andere verzichten vollständig darauf. Die Regelungen und Sätze variieren je nach Standort – für viele Studierende bedeutet das ein kompliziertes Durcheinander lokaler Vorschriften.

In Hessen verlangen derzeit mindestens drei Städte eine Zweitwohnsitzsteuer von Studierenden. Frankfurt berechnet 10 Prozent der Jahreskaltmiete, wobei verheiratete Paare und eingetragene Lebenspartner befreit sind. Darmstadt setzt mit 15 Prozent der Nettokaltmiete noch höher an, ebenfalls mit ähnlichen Ausnahmen. Kassel hingegen erhebt eine Abgabe von 8 Prozent – ohne jede Befreiung für Studierende.

Andere Städte gehen anders vor: Wiesbaden und Fulda erheben die Steuer gar nicht. Gießen kassiert sie seit 2014 und setzt sie auf 12 Prozent der Nettokaltmiete fest. Die Verantwortlichen dort verzeichnen positive Effekte, etwa dass mehr Studierende ihren Hauptwohnsitz vor Ort anmelden. Mainz erhebt die Abgabe bereits seit 2005 – hier sind es 10 Prozent der jährlichen Nettokaltmiete, und es gibt kaum Widerspruch.

Auch außerhalb Hessens wird die Zweitwohnsitzsteuer fällig: Trier verlangt ebenfalls 10 Prozent und betrifft damit jährlich rund 500 Fälle, vor allem Studierende. Die Abgabe dient verschiedenen Zielen – von der Belastung von Ferienwohnungsbesitzern in touristischen Gebieten bis hin zur Motivation von Studierenden, ihren Hauptwohnsitz in Uni-Städten anzumelden. Die Kommunen setzen die Regeln unterschiedlich um: Manche gewähren Ausnahmen, andere halten strikt an den Vorgaben fest.

Die Zweitwohnsitzsteuer führt zu einer ungleichen finanziellen Belastung von Studierenden in verschiedenen Städten. Während etwa in Frankfurt, Darmstadt oder Kassel unterschiedliche Rabatte der Miete fällig werden, zahlen Kommilitonen in Wiesbaden oder Fulda gar nichts. Die lokalen Behörden passen die Abgabe weiterhin an regionale Bedürfnisse und verwaltungspolitische Ziele an.