Zwei hessische Genossenschaftsbanken planen Mega-Fusion für 2026
Brunhilde JesselZwei hessische Genossenschaftsbanken planen Mega-Fusion für 2026
Zwei große Genossenschaftsbanken in Hessen planen für Anfang 2026 eine Fusion. Die VR Bank Fulda und die VR Bank Main-Kinzig-Büdingen wollen zur VR RegionalBank verschmelzen und damit eines der größten Finanzinstitute der Region schaffen. Die neue Bank würde über ein kombiniertes Vermögen von rund 6,9 Milliarden Euro verfügen und mehr als 900 Mitarbeiter beschäftigen.
Trotz wirtschaftlicher und geopolitischer Herausforderungen verzeichnete die VR Bank Fulda im Jahr 2025 starke Finanzkennzahlen. Das verwaltete Kundenvermögen – einschließlich der Netzwerkpartner – stieg auf 5,364 Milliarden Euro, während die Bilanzsumme 2,635 Milliarden Euro erreichte. Die Kundeneinlagen beliefen sich auf 2,072 Milliarden Euro, die vergebenen Kredite auf 1,739 Milliarden Euro.
Die Bank blieb zudem fest in der Region verankert und unterstützte über ihre Spendenplattform 378 Vereine und Initiativen. Zum Personal zählten 375 Mitarbeiter, darunter Auszubildende, dual Studierende und Berufsschulpraktikanten. Die Geschäftsführung oblag einem Vorstandsteam bestehend aus Thomas Sälzer, Torsten Hopf und Sebastian Emmert.
Die geplante Fusion mit der VR Bank Main-Kinzig-Büdingen bedarf der Zustimmung der Vertreterversammlungen beider Banken im Frühjahr 2026. Für das Vorhaben ist eine Dreiviertelmehrheit der abgegebenen Stimmen in jeder Versammlung erforderlich. Bei Erfolg würde die Fusion rückwirkend zum 1. Januar 2026 in Kraft treten.
Die daraus hervorgehende VR RegionalBank würde zu einem der wichtigsten Akteure im genossenschaftlichen Bankensektor Hessens aufsteigen. Mit einem Vermögen von knapp 7 Milliarden Euro und einer Belegschaft von 910 Mitarbeitern könnte sie eine breitere Kundschaft in der gesamten Region bedienen. Die endgültige Entscheidung der Mitglieder wird zeigen, ob die Fusion wie geplant umgesetzt wird.






