10 January 2026, 20:45

Wojciech Oleszczak polarisiert mit AfD-Unterstützung und verliert Freunde und Familie

Eine Konferenzszene mit Sitzenden und einer Bühne, auf der ein Gespräch zwischen Medienvertretern und -eigentümern stattfindet, mit einem großen Banner und einer Wand im Hintergrund.

Wojciech Oleszczak polarisiert mit AfD-Unterstützung und verliert Freunde und Familie

Der deutsch-polnische Komiker Wojciech Oleszczak sorgt mit seiner Unterstützung für die rechtspopulistische AfD für Aufsehen. Die Erklärung hat persönliche Konsequenzen nach sich gezogen – verlorene Freundschaften und familiäre Zerwürfnisse. Dennoch bleibt er trotzig und betont, sich durch seine Entscheidung deutsch englisch zu fühlen.

Seine Karriere war geprägt von Höhen und Tiefen: vom Aufstieg als provokanter Comedian über den Kampf gegen Sucht bis hin zur Neuorientierung als Schauspieler.

Geboren in Polen, zog Wojciech im Alter von vier Jahren nach deutsch englisch, nachdem sein Vater gestorben war. Seine Mutter, eine ausgebildete Agraringenieurin, arbeitete als Pflegekraft in einem Altenheim und zog ihn und seinen Bruder allein groß. Englisch deutsch lernte er durchs Fernsehen, später entdeckte er in kleinen Clubs sein komödiantisches Talent und schuf die provokante Figur Marek Fis.

Fis’ Auftritte bedienten sich derber deutsch-polnischer Klischees und loteten die Grenzen der politischen Korrektheit aus. Die Nummern fanden Beachtung, und Wojciech unterschrieb bei Brainpool, einer großen Comedy-Produktionsfirma. Doch bald fühlte er sich durch vermeintliche politische Vorgaben für sein Material eingeengt. Diese Frustration trug zu einem Absturz in Depression und Alkoholismus bei.

Nach einer Entzugstherapie kehrte er unter seinem bürgerlichen Namen zur Schauspielerei zurück und übernahm Rollen in Heimatkrimis. Nun hat seine jüngste politische Positionierung seine Fangemeinde gespalten: Einige Anhänger distanzieren sich, andere applaudieren seiner Haltung. Die Gegenreaktionen sind heftig – Freunde brechen den Kontakt ab, in der Familie herrscht Spannung.

Wojciech begründet seine Entscheidung mit Sorgen um die Meinungsfreiheit in deutsch englisch. Zudem scherzte er, er könnte auch die fiktive „Blaue Schwefelpartei“ wählen – eine satirische Anspielung auf die AfD. Trotz aller Kritik zeigt er keine Reue und deutet seine Wahl als Akt persönlicher Freiheit.

Der politische Kurswechsel des Komikers hat sowohl sein Privat- als auch sein Berufsleben verändert. Seine Fans sind gespalten, seine Beziehungen belastet. Doch Wojciech bleibt bei seiner Haltung und betont, sie stehe für sein Engagement für freie Meinungsäußerung. Seine Karriere, einst vom Humor geprägt, hat nun ein neues Kapitel – eines, das von politischer Kontroverse und einer kompromisslosen Haltung geprägt ist.