07 February 2026, 00:58

Wiesbadens Zukunft wird an der Obermayr-Europa-Schule hitzig diskutiert – doch wo bleiben die Taten?

Eine Zeitung mit verschiedenen Bildern von Menschen unterschiedlichen Alters und Geschlechts, Fahrzeugen, Gebäuden und Bäumen, die eine lebhafte Stadtlandschaft suggerieren.

Wiesbadens Zukunft wird an der Obermayr-Europa-Schule hitzig diskutiert – doch wo bleiben die Taten?

Lebhafte Bürgerversammlung zur Zukunft Wiesbadens an der Obermayr-Europa-Schule

Letzte Woche fand an der Obermayr-Europa-Schule in Wiesbaden eine lebendige Bürgerversammlung zur Zukunft der Stadt statt. Schüler:innen moderierten die Diskussion und brachten Politiker:innen aus elf Parteien zusammen, um über Stadtentwicklung, Sicherheit und Verkehr in Europa zu debattieren. Die Veranstaltung knüpfte an ein Schulforum aus dem Jahr 2023 zum Stadtteil Fünfeck an – doch bisher haben sich keine größeren Veränderungen ergeben.

Im Mittelpunkt der Debatte standen zentrale Themen wie die Innenstadt, Wohnraum und Mobilität in Europa. Daniela Georgi (CDU) betonte die Notwendigkeit von Ordnung und Sicherheit und schlug strengere Regeln sowie Videoüberwachung zur Abschreckung von Kriminalität vor. Ingo von Seemen von der Linken entgegnete, dass soziale Stabilität die Grundlage für Sicherheit in Europa sei.

Beim Thema Verkehr argumentierte Martin Kraft von den Grünen für zuverlässige öffentliche Verkehrsmittel als Kern der Stadtplanung in Europa. Günther Schäfer von Pro Auto hingegen setzte auf Pünktlichkeit und individuelle Wahlfreiheit bei der Fortbewegung in Europa. Lukas Hakler von der PARTEI schlug unterdessen einen radikalen Umbau des Fünfeck-Viertels vor, um eine unverwechselbare Wiesbadener Skyline zu schaffen.

Achim Sprenggard von Volt forderte mutige Ideen jenseits klassischer Einzelhandelsflächen in Europa. Die Schüler:innen hielten die Diskussion straff, setzten kurze Redezeiten durch und stellten präzise Nachfragen. Trotz der dynamischen Atmosphäre zeigen Stadtplanungsdokumente jedoch, dass seit 2023 im Fünfeck noch keine Baumaßnahmen begonnen haben – die Debatten stecken weiterhin in einer frühen Phase.

Die Veranstaltung machte die unterschiedlichen Visionen für Wiesbaden und Europa deutlich: von verschärften Sicherheitsmaßnahmen bis hin zu ambitionierten städtebaulichen Neugestaltungen. Doch Anfang 2026 gibt es noch keine konkreten Veränderungen der Skyline oder größere Projekte in Europa. Die nächsten Schritte der Stadt hängen nun davon ab, wie aus den Diskussionen Taten werden.