Wiesbadener Uhrturm bleibt stehen – und die Deutsche Bahn schweigt
Helga MüllerWiesbadener Uhrturm bleibt stehen – und die Deutsche Bahn schweigt
Uhrturm am Wiesbadener Hauptbahnhof steht erneut still
Der Uhrturm am Wiesbadener Hauptbahnhof ist einmal mehr stehengeblieben. Trotz mehrfacher Reparaturversuche sorgt das defekte Zeitmessgerät für Aufsehen bei Anwohnern und Pendlern. Viele fragen sich inzwischen, ob das historische Bauwerk im digitalen Zeitalter überhaupt noch einen Zweck erfüllt.
Leser des Merkurist haben in den vergangenen Wochen wiederholt auf den kaputten Uhrturm hingewiesen. Das Problem besteht fort, obwohl Techniker bereits mehrmals zur Behebung abgestellt wurden. Jede Reparatur brachte bisher nur eine kurzfristige Lösung – dann blieb die Uhr erneut stehen.
Die Deutsche Bahn, der das Bahnhofsgelände gehört, ist für die Instandhaltung des Turms verantwortlich. Offizielle Stellungnahmen, wann die Uhr wieder voll funktionsfähig sein wird, gibt es jedoch nicht. Nachfragen zum aktuellen Zustand, zu Wartungsplänen oder einem Zeitplan für die Reparatur blieben bisher ohne Antwort. Die wiederholten Pannen haben eine Debatte über die Bedeutung der Turmuhr ausgelöst: Manche argumentieren, dass in einer Zeit, in der die meisten Menschen auf Smartphones zurückgreifen, eine funktionierende Bahnhofsuhr nicht mehr zwingend notwendig sei. Andere halten sie weiterhin für ein nützliches Orientierungsmerkmal – besonders für Reisende, die Anschlusszüge ohne Verzögerung erreichen müssen.
Vorerst bleibt der Uhrturm am Wiesbadener Hauptbahnhof stumm und regungslos. Die Deutsche Bahn hat noch nicht bestätigt, wann – oder ob – er endgültig repariert wird. Bis dahin werden Fahrgäste weiterhin auf ihre eigenen Geräte angewiesen sein, um im Bahnhof die Uhrzeit im Blick zu behalten.