02 February 2026, 04:24

Wiesbadener Prozess: Mann soll Frauen heimlich unter der Dusche gefilmt haben

Ein Schwarz-Weiß-Foto einer öffentlichen Toilette mit gefliesten Wänden, ausgestattet mit Waschbecken, einer Badewanne, freiliegenden Rohren und einer Deckenlampe.

"Wir wurden heimlich beim Duschen gefilmt" - Wiesbadener Prozess: Mann soll Frauen heimlich unter der Dusche gefilmt haben

Ein 26-jähriger Mann aus Wiesbaden muss sich wegen des Vorwurfs vor Gericht verantworten, Frauen heimlich unter der Dusche gefilmt zu haben. Der Angeklagte, ein ehemaliger Mitbewohner und Hauptmieter einer Wohngemeinschaft, soll eine Mini-Kamera im Badezimmer versteckt haben. Der Prozess beginnt am 6. Februar vor dem Amtsgericht Wiesbaden.

Der Fall flog auf, nachdem Vanessa, eine der Opfer, und ihre Schwester Jasmin das versteckte Gerät entdeckt hatten. Beide Frauen hatten in der Wohnung gelebt, zusammen mit einer weiteren Betroffenen, Tara. Die Polizei durchsuchte später die Wohnung und beschlagnahmte die Kamera, einen Laptop sowie mehrere Festplatten.

Die Frauen werfen dem Mann vor, ihre Privatsphäre verletzt und in ihre Persönlichkeitsrechte eingegriffen zu haben. Ihre Anwältin, Juliane Wagner, die auf Opferschutz spezialisiert ist, begleitet sie durch das Verfahren. Trotz der Vorwürfe wohnt der Beschuldigte weiterhin in der Wohnung – was die Opfer zurecht empört.

Vanessa hat sich mittlerweile als Nebenklägerin dem Verfahren angeschlossen. Laut Polizeiakten und Gerichtsunterlagen sind bisher keine weiteren Opfer neben Vanessa und Tara bekannt.

Im Prozess wird geklärt, ob der Angeklagte die Frauen heimlich in ihrer Wohnung gefilmt hat. Das Urteil könnte auch Auswirkungen auf die aktuelle Wohnsituation der Betroffenen haben. Die Verhandlung beginnt im nächsten Monat.