30 April 2026, 08:29

Wiesbaden zeigt Sicherheitslücken für LGBTQ+-Menschen auf – und plant Gegenmaßnahmen

Eine Frau in einem weißen Hemd hält ein "LGBTQ+ Lives Matter"-Schild vor einer Wand und sieht entschlossen aus.

Wiesbaden zeigt Sicherheitslücken für LGBTQ+-Menschen auf – und plant Gegenmaßnahmen

Wiesbaden veröffentlicht Ergebnisse der ersten Umfrage zur Sicherheit von LGBTQ+-Bürger:innen

Wiesbaden hat die Ergebnisse seiner ersten Befragung zur Sicherheit von LGBTQ+-Bewohner:innen veröffentlicht. Über 200 Personen teilten ihre Erfahrungen und zeigten dabei sowohl Fortschritte als auch anhaltende Sorgen auf. Die Ergebnisse offenbaren eine Mischung aus Anerkennung für bestehende Unterstützungsangebote und Forderungen nach stärkerem Schutz.

Die Umfrage brachte zutage, dass sich viele LGBTQ+-Menschen in Wiesbaden tagsüber sicher fühlen, nach Einbruch der Dunkelheit jedoch deutlich weniger. Als besonders unsichere Orte wurden Teile der Innenstadt, das Westend-Viertel, der Vorplatz des Hauptbahnhofs sowie bestimmte Bushaltestellen genannt. Befragte berichteten von Vorfällen, die von verbalen Beleidigungen und Drohungen bis hin zu körperlicher Gewalt und sexueller Belästigung reichen.

Die meisten Angriffe werden nicht angezeigt – viele Teilnehmer:innen gaben an, unsicher zu sein, wie sie Anzeige erstatten können. Trotz dieser Probleme lobten zahlreiche Befragte die aktuellen Initiativen der Stadt für die LGBTQ+-Community. Bürgermeisterin Christiane Hinninger nahm die Ergebnisse zur Kenntnis und kündigte gezielte Maßnahmen an, um die Sicherheit zu verbessern.

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Auch das Polizeipäsidium Westhessen verpflichtete sich, entschlossen gegen LGBTQ+-feindliche Straftaten vorzugehen. Stadtvertreter:innen betonten, man wolle auf den bestehenden Ansätzen aufbauen und die Unterstützung für die Community weiter ausbauen.

Die Umfrage zeichnet ein deutliches Bild davon, wo LGBTQ+-Bürger:innen in Wiesbaden Risiken ausgesetzt sind und wo Handlungsbedarf besteht. Die Behörden versprachen konkrete Schritte, um Sicherheitslücken zu schließen und die Anzeigebereitschaft zu fördern. Im nächsten Schritt wird sich die Stadt auf die Stärkung des Schutzes und einen kontinuierlichen Dialog mit der Community konzentrieren.

Quelle