Wiesbaden baut moderne Grundschule mit Doppelsporthalle auf Kasernengelände
Klaas LübsWiesbaden baut moderne Grundschule mit Doppelsporthalle auf Kasernengelände
Neue viergeschossige Grundschule mit Doppelsporthalle entsteht in der Wettinerstraße in Wiesbaden
In der Wiesbadener Wettinerstraße soll eine moderne viergeschossige Schule mit einer Doppelsporthalle entstehen. Das Projekt markiert den ersten Baubeginn des Jahres für die SEG und zugleich das erste unter der neuen Geschäftsführung von WiBau, Christoph Golla. Die für rund 400 Schülerinnen und Schüler konzipierte Schule verbindet moderne Lernräume mit nachhaltigen Bauweisen.
Das Grundstück in der Wettinerstraße war einst Standort der Jägerkaserne, einer ehemaligen Bundeswehr-Liegenschaft, die in den 2010er-Jahren aufgegeben wurde. Seit etwa 2015 liefen städtebauliche Planungen für das Areal, bis 2022 schließlich die Pläne für den Schulcampus im Rahmen des Wiesbadener Schulbauprogramms genehmigt wurden.
Die Erdarbeiten beginnen im Januar 2026 und dauern bis Juni an, bevor im Juli der Rohbau startet. Die Fertigstellung ist für Dezember 2028 vorgesehen. Die Baukosten in Höhe von 29,4 Millionen Euro sind Teil eines Gesamtbudgets von 51,2 Millionen Euro.
Das 8.700 Quadratmeter große Gebäude umfasst Lernclusters, offene Unterrichtsbereiche sowie eine Kombination aus Stahlbeton- und Massivholzelementen. Begrünte Dächer und eine langlebige Fassade steigern die Nachhaltigkeit. Die Sporthalle steht sowohl der Schule als auch örtlichen Vereinen zur Verfügung, während ihr Dach gleichzeitig als Schulhof genutzt wird.
Das Gelände ist in zwei Bereiche unterteilt: im Norden die Grundschule, im Süden eine Kita. Ein öffentlicher Fußweg verbindet beide. Die WiBau GmbH, Auftraggeberin und Betreiberin, wird das fertige Gebäude an die Landeshauptstadt Wiesbaden verpachten.
Der Spatenstich leitet eine neue Ära für das Gelände ein – vom militärischen Nutzen hin zur Bildung. Nach der Fertigstellung bietet die Schule moderne Lernumgebungen und unterstützt gleichzeitig lokale Sportvereine. Zudem markiert das Projekt einen Führungswechsel bei der SEG nach dem Ausscheiden des langjährigen Geschäftsführers.