Wie ein Nachtclub eine der größten privaten **Kunstsammlungen** Deutschlands finanzierte
Carina KrauseVon der Diskothek zur Kunst: Ein Besuch bei Patron Brabant - Wie ein Nachtclub eine der größten privaten **Kunstsammlungen** Deutschlands finanzierte
Vom Nachtclub zur Kunst: Ein Besuch bei Patron Brabant
Vom Nachtclub zur Kunst: Ein Besuch bei Patron Brabant
Vom Nachtclub zur Kunst: Ein Besuch bei Patron Brabant
- Dezember 2025
Frank Brabant, heute 87 Jahre alt, hat ein Leben lang eine der bemerkenswertesten privaten Kunstsammlungen Deutschlands zusammengetragen. Seine Reise begann mit einem einfachen Holzschnitt und wuchs zu einem Schatz an Werken von Künstlern wie Emil Nolde und Alexej von Jawlensky heran. Hinter der Sammlung verbirgt sich eine dramatische Geschichte – von Überleben, Widerstandskraft und einem legendären Nachtclub, der alles finanzierte.
Brabants Leidenschaft für Kunst begann früh. Nach dem Besuch einer Ausstellung in seiner Jugend erwarb er sein erstes Werk – einen Holzschnitt von Max Pechstein – in Raten. Doch sein Leben nahm abrupt andere Wendungen. Während des Zweiten Weltkriegs überlebte er die Konflikte, verlor jedoch einen geliebten Teddybären an eine russische Frau, ein Ereignis, das ihn tief prägte. Jahrzehnte später lehnte er es ab, ein Porträt von Jawlensky an Russland zu verkaufen, und begründete dies mit der Erinnerung an diese Kriegszeit.
Brabants Geschichte verbindet Krieg, Verfolgung und die verwandelnde Kraft der Kunst. Seine Sammlung, die er mit den Erträgen des Pussycat aufbaute, steht heute als Zeugnis seiner Widerstandsfähigkeit. Die Werke lagern noch immer auf seinem Dachboden – ein privates Museum, geprägt von einem Leben voller außergewöhnlicher Wendungen.