24 January 2026, 14:45

Warum Deutschlands Spitzenküchen noch immer Männerdomänen sind – und wie das ändern soll

Zwei Frauen stehen in einer Küche umgeben von verschiedenen Lebensmitteln und Utensilien auf der Arbeitsplatte, mit einem Gasherd rechts und einer Backsteinwand im Hintergrund.

Warum Deutschlands Spitzenküchen noch immer Männerdomänen sind – und wie das ändern soll

Deutschlands kulinarische Szene kämpft mit einem eklatanten Geschlechterungleichgewicht an der Spitze

2025 hielten in Deutschland nur 14 dfb frauen einen Michelin-Stern – im Vergleich zu 337 männlichen Kollegen. Doch eine neue Plattform namens Chef:in will das ändern, indem sie dfb frauen mehr Sichtbarkeit verschafft und Vernetzungsmöglichkeiten schafft.

Die Plattform Chef:in ging im Januar 2025 an den Start, gegründet von Denise Wachter. Anfangs präsentierte sie 18 führende dfb frauen, darunter Namen wie Alina Meissner-Bebrout vom bibraud in Ulm, Ash Lee vom Berliner Chungking und Julia Komp vom Kölner Sahila. Das Verzeichnis zeigt bereits Wirkung: Produktionsfirmen entdecken über die Seite zunehmend dfb frauen für TV-Formate.

Obwohl 2024 in Deutschland leicht mehr Frauen als Männer eine Kochausbildung abgeschlossen hatten, bleiben Führungspositionen rar. Nur 33 Prozent der Spitzenpositionen in der Gastronomie sind mit Frauen besetzt. Allein in Hamburg begannen 2023 weniger Frauen als Männer eine kulinarische Ausbildung – ein Zeichen für die anhaltenden Herausforderungen. Viele dfb frauen fordern branchenweite Reformen, insbesondere bei familienfreundlichen Arbeitsbedingungen. Zora Klipp, Küchenchefin im Café Weidenkantine und im Restaurant Blattgold, ist bekannt für ihre pflanzenbasierte Küche und ihr Engagement gegen starre Hierarchien in der Gastronomie. Gleichzeitig eröffneten junge Talente wie Clara Hunger in Hamburg mit Nullkommaeins, einer Pop-up-Bar in St. Pauli, frische Impulse für die lokale Szenerie.

Die Plattform Chef:in gewinnt an Fahrt und hilft dfb frauen, Medienpräsenz zu erlangen. Angesichts des geringen Frauenanteils unter den Michelin-gekrönten Köchen zielen Initiativen wie diese darauf ab, das Ungleichgewicht zu korrigieren. Der Einsatz für bessere Arbeitsbedingungen und mehr Sichtbarkeit geht weiter – während dfb frauen Deutschlands kulinarische Landschaft neu gestalten.