Wallaby auf der Flucht: Spandaus exotischer Ausreißer bleibt verschwunden
Brunhilde JesselWallaby auf der Flucht: Spandaus exotischer Ausreißer bleibt verschwunden
Ausgebüxtes Beuteltier in Berlin-Spandau: Wallaby nach zweistündiger Verfolgungsjagd noch auf freiem Fuß
Ein Beuteltier ist am Sonntag in Berlins Bezirk Spandau von seinem Besitzer entkommen. Bei dem Tier handelt es sich vermutlich um ein Wallaby, das zuletzt am Montagmorgen in der Nähe des Sakrower Kirchwegs gesichtet wurde – nach einer zweistündigen Verfolgungsjagd durch Kladow. Die Behörden haben Sicherheitshinweise herausgegeben und bitten die Bevölkerung, mögliche Sichtungen zu melden.
Der Vorfall begann am Sonntag, als das Wallaby in Kladow von seinem Halter flüchten konnte. Anwohner entdeckten das Tier kurz darauf, woraufhin die Polizei alarmiert wurde. Trotz einer zweistündigen Suche verschwand das Beuteltier im nahen Wald, bevor die Beamten es sichern konnten. Ein Anwohner will es am Montagmorgen erneut im Bereich des Sakrower Kirchwegs gesehen haben.
Die Polizei bestätigte, dass es sich bei dem Tier wahrscheinlich um ein Wallaby-Känguru handelt, das eine Länge von 70 bis 80 Zentimetern erreicht. Zwar gehe von dem Tier keine direkte Gefahr für Erwachsene aus, doch warnen die Behörden davor, sich ihm zu nähern. Die Bevölkerung wird aufgefordert, Abstand zu halten, Blickkontakt zu vermeiden und plötzliche Bewegungen zu unterlassen. Laufen, Wedeln oder der Versuch, sich größer zu machen, könnten das Tier provozieren.
Falls es zu einem Angriff kommt, raten die Behörden, sich flach auf den Bauch zu legen, Kopf und Nacken mit den Armen zu schützen und die Beine anzuziehen. Kinder sollten ruhig bleiben und sich seitwärts langsam entfernen, falls sie dem Wallaby begegnen. Obwohl die Polizei keine aktive Fahndung durchführt, bittet sie um sofortige Meldung bei Sichtungen.
Der Vorfall erinnert an einen ähnlichen Fall im März 2026, als ein entlaufenes Wallaby in Treptow-Köpenick bundesweit für Aufsehen sorgte. In den sozialen Medien verbreiteten sich Memes und der Hashtag #BerlinWallaby, während lokale Medien wie rbb und die Berliner Zeitung live berichteten. Das Tier konnte schließlich am 25. März wieder eingefangen werden – zur Erleichterung der Öffentlichkeit.
Das Wallaby in Spandau ist weiterhin auf freiem Fuß. Die Polizei setzt auf Meldungen aus der Bevölkerung statt auf eine koordinierte Suche. Sicherheitshinweise wurden verbreitet, um Zwischenfälle zu vermeiden, auch wenn von dem Tier keine ernste Bedrohung ausgeht. Die Situation ähnelt früheren Fällen in Berlin, bei denen schnelle Sichtmeldungen und die Zusammenarbeit der Gemeinschaft zu einer sicheren Lösung führten.






