30 June 2026, 12:22

Wagenknechts BSW fordert AfD-Chefin Weidel zu TV-Duellen vor Ost-Wahlen heraus

BSW schickt Kuschelbrief an AfD

Wagenknechts BSW fordert AfD-Chefin Weidel zu TV-Duellen vor Ost-Wahlen heraus

Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) hat die AfD-Vorsitzende Alice Weidel zu zwei öffentlichen Debatten vor den Landtagswahlen in Ostdeutschland herausgefordert. Die erste Diskussion soll in Magdeburg stattfinden, die zweite in Schwerin. Beide Bundesländer wählen im September: Sachsen-Anhalt am 6. und Mecklenburg-Vorpommern am 20. des Monats.

Die BSW kündigte an, ihre Wahlkampfveranstaltungen für diese Debatten zu öffnen. Als möglicher Austragungsort ist ein großer öffentlicher Platz in Ostdeutschland im Gespräch, wo Weidel und BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht direkt aufeinandertreffen würden.

Die Partei fordert zudem das Ende der politischen Brandmauer gegen die AfD. Eine Koalitionsregierung mit der AfD sei zwar nicht geplant, doch solle die Partei künftig im Parlament fallweise Entscheidungen unterstützen dürfen. Das BSW argumentiert, beide Parteien stünden – wenn auch aus unterschiedlichen Gründen – in der Kritik des politischen Establishments.

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Darüber hinaus verlangt das BSW die Ernennung „überparteilicher Ministerpräsidenten“ in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. Diese sollten mit wechselnden Mehrheiten regieren, wobei auch die Unterstützung der AfD möglich wäre. Wagenknecht hatte zuvor öffentlich-rechtliche Sender dafür kritisiert, ihrer Partei nur begrenzte Sendezeit einzuräumen.

Die Herausforderung zu den TV-Duellen erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem sich beide Länder auf die Wahlen vorbereiten. Die Vorschläge des BSW deuten auf eine Bereitschaft hin, mit der AfD in parlamentarischen Prozessen zusammenzuarbeiten. Die Ergebnisse dieser Debatten könnten die politische Dynamik in der Region maßgeblich beeinflussen.

Quelle