Vom Aprilscherz zur Realität: Rheingau bekommt Luxus-Spa mit Vinotherapie bis 2026
Brunhilde JesselVom Aprilscherz zur Realität: Rheingau bekommt Luxus-Spa mit Vinotherapie bis 2026
Aprilscherze im Rheingau und Mainz: Von Weinwhirlpools bis zur Luxus-Spa-Eröffnung
Der 1. April brachte im Rheingau und in Mainz eine bunte Mischung aus scherzhaften Streichen und ernsthaften Ankündigungen. Während sich manche Geschichten – wie ein feuerspuckendes Pferd oder ein Rotwein-Whirlpool – als Aprilscherze entpuppten, präsentierte Schloss Vollrads konkrete Pläne für ein Luxus-Spa, das tief in der regionalen Weinkultur verwurzelt ist. Die Vision des Weinguts sieht vor, Oestrich-Winkel in ein Wellness-Zentrum mit Vinotherapie im Mittelpunkt zu verwandeln.
Ein Scherz stach jedoch durch seinen unerwarteten Erfolg hervor: Ein 2024 gestartetes Pilotprojekt für Weinbäder zog 10.000 Besucher an und ebnete den Weg für ein 1.500 m² großes Wellnesszentrum, das bis 2026 entstehen soll.
Am 1. April kündigte Schloss Vollrads an, ein Thermalbad mit mineralstoffreichem Quellwasser zu errichten, das auf dem eigenen Gelände entdeckt wurde. Die Anlage wird temperaturkontrollierte Vinotherapie-Räume bieten, die die Bedingungen nachahmen, unter denen hochwertige Rieslinge reifen. Langfristig soll die gesamte Stadt Oestrich-Winkel zu einem Wellness-Ziel werden, das Hydrotherapie mit der lokalen Weinkultur verbindet.
Die ersten Schritte sind bereits in die Tat umgesetzt: 2024 testete ein Pilotprogramm mit Weinbädern das Konzept – mit 10.000 Teilnehmern. Bis 2026 entsteht dann ein 1.500 m² großes Wellnesszentrum mit einem Riesling-Infusionsbecken und Kooperationen mit ortsansässigen Winzern für traubenbasierte Behandlungen.
Anderswo sorgten harmlose Scherze für Heiterkeit. In Ahrweiler behauptete die Freiwillige Feuerwehr, ein feuerspuckendes Pferd in ihren Fuhrpark aufgenommen zu haben. Eine lokale Zeitung im Ahrtal berichtete von der Erfindung eines Rotwein-Whirlpools durch einen Winzer – ein weiterer Aprilscherz. In Mainz veröffentlichte der neu ernannte Baudezernent Ludwig Holle (CDU) ein Video, in dem er einen Baustopp verkündete, um die berüchtigten, seit Langem brachliegenden Baustellen der Stadt als "historische Denkmäler" zu erhalten. Sein Witz spielte mit dem Ruf Mainz' als Stadt der zähfließenden Bauprojekte.
Auch die Politik wurde auf humorvolle Weise einbezogen: Der Mainzer FDP-Politiker Thomas A. Klann "wechselte" aufgrund der jüngsten Landtagswahl-Ergebnisse zur CDU – ein Scherz. Selbst ein beliebter ortsansässiger Metzger namens Peter behauptete, neuer Küchenchef beim Fußballclub Mainz 05 geworden zu sein. Beide Aussagen entlarvten sich schnell als Aprilscherze, trugen aber zur ausgelassenen Stimmung des Tages bei.
Während die Aprilscherze der Region – von Baustopps bis zu feuerspuckenden Pferden – für kurzweilige Unterhaltung sorgten, wird Schloss Vollrads' Spa-Projekt konkrete Spuren hinterlassen. Die Wein-inspirierten Wellnessangebote könnten den Tourismus in Oestrich-Winkel neu definieren. Die Beliebtheit des Pilotprogramms 2024 bestätigt die Nachfrage, und das Zentrum 2026 wird den Ruf der Stadt als Vinotherapie-Destination festigen.






