05 June 2026, 10:43

Verfallene DDR-Insel Ostervilm für 60.000 Euro versteigert – doch was darf der Käufer damit anfangen?

Eins, Zwei, Drei - Insel verkauft!

Verfallene DDR-Insel Ostervilm für 60.000 Euro versteigert – doch was darf der Käufer damit anfangen?

Verfallene künstliche Insel in der Greifswalder Bodden-Lagune für 60.000 Euro versteigert

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Eine bröckelnde künstliche Insel im Greifswalder Bodden ist für 60.000 Euro unter den Hammer gekommen. Ostervilm, einst eine geheime Militäranlage, liegt in der Nähe der geschützten Insel Vilm, wo einst die Elite der DDR ihren Urlaub verbrachte. Der neue Eigentümer sieht sich nun strengen rechtlichen Auflagen gegenüber, was mit der verfallenen Struktur geschehen darf.

Ostervilm wurde als abgesicherte Marineeinrichtung zum Entmagnetisieren von Kriegsschiffrümpfen erbaut. Die Insel ruht auf 600 Holzpfählen, ihr Betongerüst ist mit Eisen und Holz verkleidet. Ähnliche Stützpunkte gibt es noch immer in Kiel und Wilhelmshaven, doch Ostervilm geriet nach dem Zusammenbruch der DDR in Vergessenheit.

Am 4. Juni wurde die Insel mit einem Startgebot von 39.000 Euro versteigert. Trotz ihrer ungewöhnlichen Vergangenheit darf der neue Besitzer dort nicht legal wohnen. Es gibt weder einen ordentlichen Zugang noch eine Infrastruktur, und die exponierte Lage macht eine Bebauungsplanung praktisch unmöglich. Selbst einfache Reparaturen würden Genehmigungen erfordern, die voraussichtlich nicht erteilt werden.

Der Zustand von Ostervilm hat sich über die Jahre verschlechtert. Erosion und Vernachlässigung haben die Struktur instabil werden lassen. Käufer wurden im Voraus gewarnt: Das Objekt ist kaum nutzbar.

Der Verkauf lässt die Zukunft der Insel ungewiss. Ohne rechtlichen Zugang oder Baugenehmigungen hat der neue Besitzer kaum Optionen. Ostervilm bleibt ein Relikt des Kalten Krieges, das langsam in der Ostsee versinkt.

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