VDA-Chefin fordert klare Regeln für den Durchbruch emissionsfreier Lkw
Brunhilde JesselVDA-Chefin fordert klare Regeln für den Durchbruch emissionsfreier Lkw
VDA-Präsidentin Hildegard Müller hat die dringende Notwendigkeit verlässlicher politischer Rahmenbedingungen betont, um die Einführung emissionsfreier Lkw zu beschleunigen. Auf dem IAA Media Summit in Frankfurt unterstrich sie die Bereitschaft der Branche und die technologischen Fortschritte bei batteriebetriebenen Fahrzeugen.
Müller wies darauf hin, dass die Technologie für moderne batteriebetriebene Lkw nun ausgereift sei und Reichweiten biete, die noch vor wenigen Jahren undenkbar schienen. Gleichzeitig bleibe die Infrastruktur ein großes Hindernis für die flächendeckende Einführung dieser Fahrzeuge – trotz der Fortschritte bei den Lkw selbst.
Auf dem Gipfel präsentierten Unternehmensvertreter ihre Strategien für die Zukunft, wobei viele auf einen technologieoffenen Ansatz für emissionsfreien Transport setzen. Müller betonte, wie wichtig der rasche Ausbau der Lade- und Wasserstoffinfrastruktur sei, um diese Bemühungen zu unterstützen.
Sie sprach sich für eine Industriepolitik aus, die Investitionen in Elektrifizierung, Digitalisierung und Dekarbonisierung fördert. Gleichzeitig warnte Müller vor zusätzlicher Bürokratie und Berichtspflichten, die den Fortschritt behindern könnten. Stattdessen solle die Wettbewerbsfähigkeit künftige Regulierungen für die Verkehrswende leiten.
Der VDA fordert eine frühzeitige Überprüfung der aktuellen CO₂-Vorgaben für schwere Nutzfahrzeuge. Dies würde helfen, Klimaziele, Wettbewerbsfähigkeit der Industrie und Investitionssicherheit in Einklang zu bringen.
Die Branche hat die Technologie für klimaneutrale und emissionsfreie Transportlösungen geliefert. Jetzt seien klare Rahmenbedingungen und eine ausgebauten Infrastruktur entscheidend, um die Markteinführung zu beschleunigen. Ohne diese droht der Umstieg auf emissionsfreie Lkw ins Stocken zu geraten.
