US-Armee rät Soldaten in Deutschland zu Lebensmitteltafeln – und löst Empörung aus
US-Armee rät Soldaten in Deutschland zu Lebensmitteltafeln – und löst Empörung aus
Während des Teilstillstands der US-Regierung 2018–2019 empfahl die US-Armee ihren in Deutschland stationierten Soldaten, sich an Tafeln für Lebensmittelspenden zu wenden. Der Rat löste Empörung aus, nachdem er auf einer offiziellen Website erschienen war, und wurde später nach öffentlicher Kritik wieder entfernt.
Der Stillstand dauerte 43 Tage und endete erst, nachdem der Kongress eine vorübergehende Haushaltslösung verabschiedet hatte. Diese Übergangslösung sichert den Regierungsbetrieb bis Ende Januar – doch droht im Februar ein neuer Shutdown, falls bis dahin kein vollständiger Haushalt beschlossen wird.
Ursprünglich richtete sich die umstrittene Anweisung an deutsche zivile Mitarbeiter der US-Armee, nicht an Soldaten. Die Formulierung ließ jedoch den Eindruck entstehen, als würden aktive Truppenangehörige aufgefordert, auf Lebensmittelspenden angewiesen zu sein. Trotz der Empfehlung suchten während des Stillstands weder US-Soldatinnen und -Soldaten noch lokale zivile Armeeangestellte die Wiesbadener Tafel auf. Nach der Welle der Kritik nahm die Armee den Beitrag von ihrer Website. Der Vorfall unterstrich die finanzielle Belastung, unter der Militärangehörige und zivile Beschäftigte während der anhaltenden Haushaltssperre litten.
Das vorübergehende Haushaltsgesetz hat einen erneuten Shutdown vorerst abgewendet. Ohne eine langfristige Lösung könnten Bundesangestellte und Militärpersonal jedoch bereits in wenigen Wochen erneut mit ähnlicher Unsicherheit konfrontiert sein. Die Ereignisse warfen zudem Fragen auf, wie sich finanzielle Engpässe auf im Ausland stationiertes Personal auswirken.
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